verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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einen entscheidenden Beweis betrachten müssten. Doch folge ihrer
Meinung nach hieraus noch nicht, dass der Orang von Sumatra dieses
Kennzeichens immer entbehre, da Salomon Müller auch auf
Borneo ein sehr grosses Männchen angetroffen habe, das keine Spur
von Wangenwülsten hesass, obgleich dieselben schon hei anderen,
viel jüngeren Individuen vorhanden waren.
Diebeiden Schädel von Sumatra, welche sie zu untersuchen
Gelegenheit hatten, stimmen miteinander, wie auch mit den Schädeln
von Borneo in der Hauptsache überein, weichen aber durch ein linienförmiges
Nasenbein und die geringere Entwickelung der Schädelgräthen
von denselben ab. Es zeigen sich aber auch bei einigen
Schädeln von Borneo die Sehädelgräthen weniger entwickelt als bei
anderen Individuen von derselben Grösse. An dem ältesten Schädel
von Sumatra, welcher dem Pongo-Schädel im Pariser-Museum an
Grösse gleichkommt, stehen die Scheitelgräthen, obschon sie stark
entwickelt sind, auf beiden Seiten noch 2 Zoll weit von einander ab.
Das Nasenbein, welches bei den Schädeln von Borneo ins Unendliche
variirt, sei bei den beiden Schädeln von Sumatra aber vollkommen
gleich und weiche durch seine lange, schmale Form von jenem der
Orang’s von Borneo ab.
Nach den gegenwärtigen Hülfsmitteln bestehe daher der Unterschied
zwischen den Orang’s von Borneo und jenen von Sumatra
darin, dass bei diesen das alte Männchen keine Wangenwülste habe,
die Scheitelgräthen sich nicht zu einem hervorragenden schneidenden
Kamme vereinigen, und dass die Nasenknochen die Gestalt
eines langen, schmalen Streifens haben.
Es entstehe jedoch die Frage, ob diese Kennzeichen, deren
Stätigkeit übrigens bis zur Stunde noch nicht einmal hinlänglich
erwiesen ist, für zureichend erkannt werden können, um den Orang
von Sumatra für specifisch verschieden von jenem von Borneo zu
betrachten. Da auch der Schädel jenes männlichen Individuums von
borneo, welches keine Wangenwiilste hatte, hinsichtlich der von
einander entfernten Scheitelgräthen und der mehr als gewöhnlich
schmalen Nasenknochen mit den Schädeln von Sumatra bis auf gelinge
Modificationen übereinkommt, so könnte man annehmen, dass
dieses Individuum mit den Orang’s von Sumatra als übereinstimmend
zu betrachten sei und es Hesse sich nur dagegen einwenden, dass es
zwar erwachsen, doch nicht sehr alt sei, indem alle Zähne vollkommen