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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Exisienz

Zeichen  für  dieses  Geschlecht  anzugeben,  wenn  sie  nicht  auch  in
dieser  Hinsicht  Ausnahmen  angetroffen  hätten;  indem  bei  manchen
Weibchen  die  Eckzähne  grösser  waren  als  gewöhnlich,  während
bei  anderen  die  Schneidezähne  in  der  Grösse  vollkommen  mit  denen
der  Männchen  übereinstimmten.
Kleinere  Backenzähne  aber,  welche  Owen  seiner  Sirnia  Morio
zuschreibt,  hätten  sie  an  diesem  Schädel  nicht  finden  können;  ja  sie
müssten  bemerken,  dass  die  Backenzähne  im  Allgemeinen,  wenn  sie
noch  nicht  gelitten  haben,  sogar  viel  grösser  erscheinen  als  hei  sehr
alten  Exemplaren,  wo  die  ganze  Krone  häufig  abgeschliffen  ist.
Die  rothe  Färbung  von  T  emmin  ck’s  Orang  roux,  welcher
von  Sumatra  stammen  soll,  halten  sie  bloss  für  eine  individuelle
Abweichung,  da  man  auch  bei  den  Orang’s  von  Borneo  in  dieser
Hinsicht  grosse  Verschiedenheiten  wahrnehme,  insbesondere  bei  den
Weibchen,  die  meistens  etwas  dunkler  sind  als  die  Männchen  und
bisweilen  ganz  dunkel  oder  schwarzbraun  gefärbt  sind.
Die  Farbe  des  Orang’s  von  Sumatra  stimme  vollkommen  mit
jener  des  Orang’s  von  Borneo  überein.
Zur  Entscheidung  der  Frage,  ob  der  Orang  von  Sumatra  vom
Orang  von  Borneo  verschieden  sei,  liege  zur  Zeit  noch  ein  zu  geringes ­
  Materiale  vor,  um  mit  Zuverlässigkeit  Etwas  hieraus  folgern
zu  können.  Man  sei  nur  auf  die  Nachrichten  von  Clarke  Abel
beschränkt,  auf  das  alte  vonB  a  ffles  eingesendete  Weibchen,  welches
zu  London  aufbewahret  wird,  auf  das  junge  Exemplar,  welches
Owen  untersuchte  und  ein  anderes  lebendes,  welches  Salomon
Müller  in  der  Gefangenschaft  bei  einem  Schiffs  -Capitän  zu  Padang
auf  Sumatra  sah;  endlich  auf  zwei  grosse  Schädel,  welche  Dr.  F  ritze
von  einem  Militär-Arzte  aus  der  Umgegend  von  Dsehambie  auf
Sumatra  erhalten  hatte  und  die  sich  dermalen  im  Leydner  Museum
befinden.
Die  Mittheilungen  von  Clarke  Abel  über  die  ungewöhnliche
Grösse  seines  Individuums,  seien  an  sich  selbst  unwahrscheinlich  und
durch  Thatsachen  bereits  hinlänglich  als  unwahr  dargestellt  worden.
Sie  verdienen  deshalb  nicht  weiter  beachtet  zu  werden.  Anders
verhalte  es  sich  aber  mit  den  Wangenwülsten,  von  denen  Clarke
Abel  keine  Erwähnung  macht.  Es  lasse  sich  schwer  annehmen
dass  dieser  Schriftsteller  ein  so  sehr  ins  Auge  fallendes  Kennzeichen ­
  sollte  übersehen  haben,  daher  sie  dieses  Stillschweigen  als
            
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