verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-AfTen.
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Schlüsslich hebt W a g n e r noch einige Abweichungen hervor,
welche er an den verschiedenen Orang - Schädeln zu beobachten
Gelegenheit hatte.
Manche dieser Differenzen, welche sich nicht als eine constante
Verschiedenheit der beiden Hauptformen ergeben, glaubt er durch
Alters- oder Geschlechtsverschiedenheit erklären zu können; wie
das längere oder kürzere Vorspringen der Schnauze und die grössere
oder geringere Stärke der Jochbogen.
Andere hingegen und insbesondere den Unterschied in der
Form der Augenhöhlen, erachtet Wagner einer näheren Betrachtung
würdig; um hieraus zu erfahren, ob und in wie ferne sie sich
mit den beiden Hauptformen in Übereinstimmung bringen lassen.
Schlegel und Salomon Müller sind, wie aus ihrer
Abhandlung „Bijdragen tot de natuurlijke Historie van den Orang-Oetan
(Simia Satyrus)“ *) hervorgeht, zu demselben Resultate
gekommen wie Wagner. Auch sie nehmen nur eine Art des asiatischen
Orang’s an, welche sowohl auf Borneo, wie auf Sumatra
verbreitet sein soll und suchen durch eine umständliche Erörterung
nachzuweisen, dass durchaus keine sichere Thatsache vorliege,
welche zur Annahme berechtige, dass der Orang auch auf dem Festlande
von Asien vorkomme. Ebenso sehr bestreiten sie auch sein
Vorkommen auf Java.
Alle Orang-Schädel von Bbrneo, deren sie nahe an 30 zu untersuchen
Gelegenheit hatten und von denen mehr als die Hälfte alten
Thieren angehörten, könnten sie nur einer und derselben Art zuschreiben.
Der Schädel, welchen Owen als Simia Morio beschrieb,
rühre von einem Thiere von mittlerem Lebensalter, das jedoch schon
alle bleibenden Zähne besass. Der im Leydner Museum befindliche
Schädel, welchen Owen als zu seiner Simia Morio gehörig betrachtete,
sei nur der Schädel eines ziemlich alten Weibchens.
Es seien zwar allerdings bei diesem Schädel die oberen Mittelschneidezähne
grösser und die Eckzähne kleiner, als es gewöhnlich
bei alten Schädeln der Fall ist; doch lassen sich diese Kennzeichen
ganz besonders auf die Schädel der Weibchen anwenden und sie
würden auch nicht anstehen dieselben selbst als ein Unterscheidungs-1
) Verhandelingen over de natuurlijke Geschiedenis der Nederlandsche overzeesche
bezittingen. Zoologie, p. 1 und daraus in Fror i e p’s Neue Notizen
aus dem Gebiete der Natur- und Heilkunde, ßd. XV, Nr. 22, S. 337.