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F i tz i n g e r. Untersuchungen über die Existenz
selbe von dieser Hauptform wieder, durch die ebenso wie bei Simia
Wurmbii weit nach vorne gerückte Jochbeinnath und schliesst
sieb in dieser Beziehung an die erste Hauptform an. Die Schnauze
ist bei diesem Schädel auch minder vorgestreckt, als bei dem
Wurmb’scben Pongo des Pariser Museums, dem Hendrikz’schen
Schädel und den von Owen gegebenen Abbildungen. Wagner
betrachtet ihn als eine Mittelform, die er mit der Benennung
Simia Straussii bezeichnet. Durch diesen Schädel und jenen des
Wurmb’scben Pongo des Pariser Museums hält er es für erwiesen,
dass die beiden Formen, welche Owen als Siuiia Wurmbii und
Simia Crossii bezeichnet und wovon die erstere der Insel Borneo,
die letztere der Insel Sumatra eigenthümlich sein soll, auf Borneo
auch zusammen Vorkommen, so wie dass beide Formen durch
Mittelglieder mit einander verbunden werden können.
Aus diesen Übergängen und dem Umstande, dass man bisher
an den aus Borneo gebrachten Fellen von erwachsenen Orang’s,
keinen merklichen Unterschied zu ermitteln vermochte, glaubt
Wagner die Berechtigung ableiten zu dürfen, die beiden Formen
Simia Wurmbii und Simia Crossii als die Grenzpunkte einer und
derselben Art anzunehmen, zwischen welchen der Grund-Typus der
Art Abänderungen gestattet.
Bezüglich der 0 w en’schen Simia Morio spricht sich Wagner
dahin aus, dass er diese Form nur als einen noch nicht erwachsenen
Zustand des alten Pongo und zwar als zur ersten Hauptform, oder
der Simia Wurmbii gehörig, betrachten könne; indem der
Schädel, auf welchen diese Art gestützt ist, offenbar einem noch
nicht völlig erwachsenenen Thiere angehöre, das zwar bereits
alle bleibenden Zähne erlangt, seinen Wachsthum aber überhaupt,
so wie insbesondere den des Schädels, noch lange nicht vollendet
hat.
Die von Owen besonders hervorgehobene geringere Entwickelung
der Eckzähne, im Verhältnisse zu den Schneidezähnen,
welche ihm als ein Beweis des bereits erlangten höheren Alters
dient, sucht Wagner dadurch zu widerlegen, dass seinen Beobachtungen
zu Folge, bei allen mit Fangzähnen versehenen Thieren,
gerade diese es sind, welche am spätesten ihren Wachsthum vollenden
und oft hinter der schon weit vorgerückten Ausbildung des
Schädels Zurückbleiben.