verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-A ffen.
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Das Materiale, welches Wagner seinen Untersuchungen zu
Grunde legen konnte, bestand ausser den schon erwähnten beiden
Gyps-Abgüssen des Hendrikz’schen Schädels und des Pongo-Schädels
der Pariser Sammlung, aus zwei Skeleten junger Thiere
und vier Schädeln aus verschiedenen Altern, so wie aus mehreren
ausgestopften Exemplaren und einem in Weingeist aufbewahrten
Thiere, welche sich sämmtlich im Senckenbergischen Museum zu
Frankfurt befinden.
Zwei dieser Schädel, bei denen die Scheitel- und Hinterhauptsleiste
sehr stark entwickelt sind, und welche alten Thieren angehören,
stimmen sowohl durch das nur wenig ausgeschweifte, fast gerade
Gesichtsprofilund die hohe Symphyse des Unterkiefers, als durch
die sehr weit nach vorne gerückte Jochbeinnath, mit der ersten
Hauptform überein. Sie sind aber beide von einander in der Form
der Augenhöhlen verschieden, indem sich diese bei dem einen dieser
Schädel als rundlich, bei dem anderen aber als mehr in die Länge
gezogen darstellt.
Später hat Wagner mit vermehrtem Materiale seine Untersuchungen
einer wiederholten Prüfung unterzogen und die sich
hieraus ergebenen Resultate, in einer besonderen Abhandlung:
„Bemerkungen über einen Pongo-Schädel, mit besonderer Bezugnahme
auf die bisher unter den asiatischen Orang-Utangs errichteten
Arten“ J ), veröffentlicht.
Er hatte durch Rudolf Wagner aus Göttingen einen Orang-Schädel
zur Vergleichung erhalten, welcher von Dr. Strauss aus
Borneo gebracht wurde. Dieser Schädel stammt von einem vollkommen
erwachsenen Thiere, da nicht bloss die Scheitel- und
Hinterhauptsleisten aufs Stärste entwickelt und mehrere Näthe
bereits verschwunden sind, sondern auch die Zähne eine sehr bedeutende
Abnützung zeigen.
Durch die im Verhältnisse zu Simia Crossii zwar in etwas
geringerem Grade schmale, hochgestreckte Form, die mehr senkrechte
Lage der Augenhöhlen mit starken Superciliar-Wülsten, das
ausgehöhlte Gesichtsprofil und die nicht sonderlich hohe Symphyse
des Unterkiefers, fällt dieser Schädel mit der von Wagner aufgestellten
zweiten Hauptform zusammen. Dagegen entfernt sich der-')
Münchner gelehrte Anzeigen. 1839. Nr. 181, S. 409 und Nr. 182, S. 417.