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Fitzinger. Untersuchungen über die Existenz
Orang-Schädels zum Gegenstände, welchen er für Owen’s Simia
Mario hält, und welchen er auch abgebildet hat.
Müller bemerkt in dem „Berichte über die Fortschritte der
vergleichenden Anatomie der Wirbelthiere im Jahre 1838“ ’)> dass
das zootomische Museum zu Berlin neuerlich noch zwei Orang-Schädel
erhalten habe, welche zu dem Typus von Owen’s Simia
Moria gehören und sich durch kleinere Dimensionen im Ganzen und
auffallend kleinere Eck- und Schneidezähne auszeichnen, obgleich
schon alle 32 bleibenden Zähne vorhanden sind. Bei einem dieser
Schädel sind die Schädelgräthen noch nicht, bei dem anderen aber
ganz vereiniget; so wie bei den ältesten Schädeln des grossen
zweiten Typus oder des Pongo Wurmbii. Zugleich erklärt er, dass
er nach Einsicht der von Dumortier, Heusinger, Owenund
den Holländischen Naturforschern beigebrachten Thatsachen, den
von Schwartze beschriebenen und zu Owen’s Simia Morio gezogenen
Schädel, seiner grossen Zähne wegen nicht für diesen,
sondern für eine Altersverschiedenheit des grossen Typus mit grossen
Zähnen halten möchte.
Schlüsslich fügt er noch bei, dass er es als sehr wahrscheinlich
erkenne, dass die beiden Typen nur Geschlechtsunterschiede seien;
was man jedoch nur als eine sehr wahrscheinliche Erklärung, nicht
aber als eine erwiesene Thatsache betrachten möge.
L e s s o n änderte in seinen „Species des Mammiferes bimanes
et quadrumanes“ 2 ) seine frühere Meinung dahin ab, dass es in
Asien nur eine einzige Art von Orang’s gäbe, die er mit der Benennung
Satyrus rufus bezeichnete, und dass sämmtliche, von den einzelnen
Naturforschern bisher für verschieden betrachtete Arten nur
auf Alters-Unterschieden beruhen.
Wagner, welcher in seiner Fortsetzung der „Säugethiere von
Schreber“ *) diesem Gegenstände seine besondere Aufmerksamkeit
gewidmet hat, ist zu dem Resultate gelangt, dass es unter den
Schädeln der asiatischen Orang’s zivei Hauptformen gebe, wie dies
zuerst schon Owen zeigte.
Die eine dieser Hauptformen sei durch den Schädel im Royal
College ofSurgeons bezeichnet, welchen Owen in den Transactions
*) Archiv für Anatomie, Physiologie u. s. w. Jahrgang 1839. S. CCIX.
s ) P. 40.
3 ) Supplementband I. Abth. I, S. 40.