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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

Orang-Schädels  zum  Gegenstände,  welchen  er  für  Owen’s  Simia
Mario  hält,  und  welchen  er  auch  abgebildet  hat.
Müller  bemerkt  in  dem  „Berichte  über  die  Fortschritte  der
vergleichenden  Anatomie  der  Wirbelthiere  im  Jahre  1838“  ’)>  dass
das  zootomische  Museum  zu  Berlin  neuerlich  noch  zwei  Orang-Schädel
  erhalten  habe,  welche  zu  dem  Typus  von  Owen’s  Simia
Moria  gehören  und  sich  durch  kleinere  Dimensionen  im  Ganzen  und
auffallend  kleinere  Eck-  und  Schneidezähne  auszeichnen,  obgleich
schon  alle  32  bleibenden  Zähne  vorhanden  sind.  Bei  einem  dieser
Schädel  sind  die  Schädelgräthen  noch  nicht,  bei  dem  anderen  aber
ganz  vereiniget;  so  wie  bei  den  ältesten  Schädeln  des  grossen
zweiten  Typus  oder  des  Pongo  Wurmbii.  Zugleich  erklärt  er,  dass
er  nach  Einsicht  der  von  Dumortier,  Heusinger,  Owenund
den  Holländischen  Naturforschern  beigebrachten  Thatsachen,  den
von  Schwartze  beschriebenen  und  zu  Owen’s  Simia  Morio  gezogenen ­
  Schädel,  seiner  grossen  Zähne  wegen  nicht  für  diesen,
sondern  für  eine  Altersverschiedenheit  des  grossen  Typus  mit  grossen
Zähnen  halten  möchte.
Schlüsslich  fügt  er  noch  bei,  dass  er  es  als  sehr  wahrscheinlich
erkenne,  dass  die  beiden  Typen  nur  Geschlechtsunterschiede  seien;
was  man  jedoch  nur  als  eine  sehr  wahrscheinliche  Erklärung,  nicht
aber  als  eine  erwiesene  Thatsache  betrachten  möge.
L  e  s  s  o  n  änderte  in  seinen  „Species  des  Mammiferes  bimanes
et  quadrumanes“  2 )  seine  frühere  Meinung  dahin  ab,  dass  es  in
Asien  nur  eine  einzige  Art  von  Orang’s  gäbe,  die  er  mit  der  Benennung ­
  Satyrus  rufus  bezeichnete,  und  dass  sämmtliche,  von  den  einzelnen ­
  Naturforschern  bisher  für  verschieden  betrachtete  Arten  nur
auf  Alters-Unterschieden  beruhen.
Wagner,  welcher  in  seiner  Fortsetzung  der  „Säugethiere  von
Schreber“  *)  diesem  Gegenstände  seine  besondere  Aufmerksamkeit
gewidmet  hat,  ist  zu  dem  Resultate  gelangt,  dass  es  unter  den
Schädeln  der  asiatischen  Orang’s  zivei  Hauptformen  gebe,  wie  dies
zuerst  schon  Owen  zeigte.
Die  eine  dieser  Hauptformen  sei  durch  den  Schädel  im  Royal
College  ofSurgeons  bezeichnet,  welchen  Owen  in  den  Transactions
*)  Archiv  für  Anatomie,  Physiologie  u.  s.  w.  Jahrgang  1839.  S.  CCIX.
s )  P.  40.
3 )  Supplementband  I.  Abth.  I,  S.  40.
            
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