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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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stufe  existirt  in  ganz  Europa  nur  ein  einziger  Schädel,  welcher  um  so
werthvoller  ist,  als  er  den  Beweis  der  specifischen  Identität  der
rothen  Orang’s  liefert.
In  der  sechsten  Altersstufe  endlich,  welche  das  hohe  Alter
bezeichnet,  nähern  sich  die  Fronto-vertical-Gräthen  mehr  und  mehr
auf  der  Stirne  und  verschmelzen  von  da  zur  Kronnath,  zu  einer  einzigen ­
  Vertical-Gräthe,  welche  sich  ansehnlich  erhebt  und  keine
Spur  der  Verbindung  der  Parallel  -  Leisten  wahrnehmen  lässt.  Zur
selben  Zeit  erweitert  sich  das  Gesicht  beträchtlich  durch  die  immer
zunehmende  Entweichung  der  Jochbogen  und  stellt  den  thierischen
Charakter  am  Ausgesprochensten  dar.  Der  Daumennagel  der  Hinterhände, ­
  welcher  bis  jetzt  als  einRudiment  vorhanden  war,  verschwindet
und  lässt  sich  nur  mehr  in  seinem  Umrisse  wahrnehmen.  D  u  m  o  rti  er
beobachtete  fünf  Schädel  dieser  Form,  wovon  einer  in  Alkohol  bewahrt
und  noch  von  der  Haut  umkleidet  ist.  Die  Höhe  von  solchen  Individuen
beträgt  mindestens  fünf  Pariser  Fuss.  Die  Untersuchung  hat  ihn
gelehrt,  dass  Pongo  Abein  und  Pongo  Wurmbii  beide  zu  dieser
Altersstufe  gehören;  ersterer  war  auf  eine  Haut  ohne  Skelet,  letzterer
auf  ein  Skelet  ohne  Haut  gegründet  worden.  Diese  letzte  Altersstufe
bezieht  sich  jedoch  nur  auf  das  hohe  Alter  des  Männchens.  Das
Weibchen  scheint  nicht  zu  dieser  letzten  Bildung  zu  gelangen,  wie
aus  einem  sehr  alten  in  Alkohol  bewahrten  Individuum  zu  schliessen
ist,  das  nur  die  Schädelbildung  der  vierten  Altersstufe  zeigt.
Owen  erwidert  im  Jahrgange  1839  der  Annales  des  scienc.es
naturelles  ] )  in  einer  besonderen  Abhandlung  „Note  snr  les  differences
  entre  le  Simia  Morio  (Owen),  et  le  Simia  Wurmbii
(lans  la  periode  d'udolescence,  decrit  par  M.  Dumortier“,  dass
Dumortier's  Beweisführung,  zufolge  welcher  Owen’s  Simia
Morio  das  dritte  Alters-Stadium  des  Orang’s  mit  16  Mahlzälmen
bezeichnen  soll,  seine  Simia  Morio  um  so  weniger  treffen  könne,
als  diese  schon  20  Mahlzähne  und  daher  alle  Zähne  habe,  so  wie  denn
auch  Eck-  und  Mahlzähne  im  Verhältnisse  zu  den  Schneidezähnen
kleiner  sind  als  bei  Simia  Wurmbii.
Eine  Abhandlung  von  Schwartze,  „Descriptio  osteologica
capitis  Simiae  parum  adhuc  notae“  3 )  hat  die  Beschreibung  eines
m  neuerer  Zeit  dem  Berliner  zootomischen  Museum  zugekommenen

’)  P-  122.
3 )  Berolini,  1839.
            
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