verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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stufe existirt in ganz Europa nur ein einziger Schädel, welcher um so
werthvoller ist, als er den Beweis der specifischen Identität der
rothen Orang’s liefert.
In der sechsten Altersstufe endlich, welche das hohe Alter
bezeichnet, nähern sich die Fronto-vertical-Gräthen mehr und mehr
auf der Stirne und verschmelzen von da zur Kronnath, zu einer einzigen
Vertical-Gräthe, welche sich ansehnlich erhebt und keine
Spur der Verbindung der Parallel - Leisten wahrnehmen lässt. Zur
selben Zeit erweitert sich das Gesicht beträchtlich durch die immer
zunehmende Entweichung der Jochbogen und stellt den thierischen
Charakter am Ausgesprochensten dar. Der Daumennagel der Hinterhände,
welcher bis jetzt als einRudiment vorhanden war, verschwindet
und lässt sich nur mehr in seinem Umrisse wahrnehmen. D u m o rti er
beobachtete fünf Schädel dieser Form, wovon einer in Alkohol bewahrt
und noch von der Haut umkleidet ist. Die Höhe von solchen Individuen
beträgt mindestens fünf Pariser Fuss. Die Untersuchung hat ihn
gelehrt, dass Pongo Abein und Pongo Wurmbii beide zu dieser
Altersstufe gehören; ersterer war auf eine Haut ohne Skelet, letzterer
auf ein Skelet ohne Haut gegründet worden. Diese letzte Altersstufe
bezieht sich jedoch nur auf das hohe Alter des Männchens. Das
Weibchen scheint nicht zu dieser letzten Bildung zu gelangen, wie
aus einem sehr alten in Alkohol bewahrten Individuum zu schliessen
ist, das nur die Schädelbildung der vierten Altersstufe zeigt.
Owen erwidert im Jahrgange 1839 der Annales des scienc.es
naturelles ] ) in einer besonderen Abhandlung „Note snr les differences
entre le Simia Morio (Owen), et le Simia Wurmbii
(lans la periode d'udolescence, decrit par M. Dumortier“, dass
Dumortier's Beweisführung, zufolge welcher Owen’s Simia
Morio das dritte Alters-Stadium des Orang’s mit 16 Mahlzälmen
bezeichnen soll, seine Simia Morio um so weniger treffen könne,
als diese schon 20 Mahlzähne und daher alle Zähne habe, so wie denn
auch Eck- und Mahlzähne im Verhältnisse zu den Schneidezähnen
kleiner sind als bei Simia Wurmbii.
Eine Abhandlung von Schwartze, „Descriptio osteologica
capitis Simiae parum adhuc notae“ 3 ) hat die Beschreibung eines
m neuerer Zeit dem Berliner zootomischen Museum zugekommenen
’) P- 122.
3 ) Berolini, 1839.