verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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Dumortier unterscheidet sechs verschiedene Altersstufen;
und zwar drei, welche dem jugendlichen, und drei, welche dem
reifen Alter angehören.
ln der ersten Altersstufe oder in der ersten Jugend sind die
vorderen und unteren Theile des Schädels noch sehr wenig entwickelt.
Der Schädel ist vollkommen rund und nur gegen die vorderen
Lappen etwas eingezogen; das Hinterhaupt ist stark entwickelt und
wie der Abschnitt einer Sphäre gewölbt. Man unterscheidet auf
seiner Oberfläche auch keine Spur einer Sagittal- oder Occipital-Gräthe,
so dass man, abgesehen von der Gesichtsbildung, verleitet
werden könnte, den Schädel mit einem menschlichen aus dem ersten
Kindesalter zu verwechseln. Der obere Augenhöhlenrand ist wenig
vorspringend; die Jochbogen sind fast gerade und in den Schädel-Umfang
eingeschlossen. Dieses Stadium repräsentirt die Kindheit des
Tliieres. Die Brüssler Sammlung enthält nur einen einzigen Schädel
aus dieser Altersperiode.
In der zweiten Altersstufe oder zur Zeit des Hervorbrechens
der vierten Backenzähne, zeigt der Schädel ein offenbares Bestreben
zur Verlängerung des Hirnkastens und vorzüglich der vorderen
Theile. Man erkennt auf seiner Oberfläche noch durchaus keine
Sagittal- oder Occipital-Gräthe, obgleich die seitlichen Theile des
äusseren Augenhöhlenrandes und des Hinterhauptes schon eine
Anlage zur Hervorbringung der Grundlage der Gräthen bemerken
lassen; indem eine kaum wahrnehmbare Linie die Richtung derselben
auf den Scheitelbeinen und dem Hinterhauptsbeine anzeigt. Die Jochbogen
beginnen sich auszubeugen und die gebogene Form anzunehmen,
welche sie erst später erreichen werden. Diese Altersstufe
bildet die Jugend des Tliieres und ist dieselbe, unter welcher es als
Simia Satyrus oder Pithecus Satyrns, Geoffroy, beschrieben
wurde. Auch diese Angabe beruhet nur auf einem einzigen Schädel.
In der dritten Altersstufe beginnen die Schädelgräthen unter
der Form einer leichten Hervorragung zu erscheinen. Es sind deren
ursprünglich vier; zwei Occipital- und zwei Fronto-vertical-Linien.
Die beiden Occipital - Linien entspringen hinter dem Ohrgange,
nehmen ihre Richtung gegen den Scheitel und gehen weiter, um sich
gegenseitig zu begegnen und später an ihrem oberen Ende zu einer
halbzirkelförmigen Gräthe vereinigen zu können. Die beiden Frontovertical-Linien
sind fast parallel, so dass sie den oberen Theil des
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