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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedene!'  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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Diese  vier  Arten  sind:  1.  der  Blainville’sche  Orang  Utan
von  Sumatra,  2.  der  Wallich’sche  Orang  vom  indischen  Festlande,
3.  der  Pongo  von  Borneo  und  4.  der  A  b  e  l’sche  Orang  von  Sumatra.
Wieg  mann  *)  hat  es  versucht,  die  drei  durch  Müller  näher
bekannt  gewordenen  Schädelformen  von  Orang’s,  welche  sich  im
Berliner  zootomischen  Museum  befinden,  mit  den  durch  Blainville
uud  Owen  bekannt  gewordenen  in  Übereinstimmung  zu  bringen.  Er
glaubt  nämlich,  dass  der  Camp  er’sche  Schädel,  mit  dem  Cr  oss'chen,
welchen  Owen  in-den  Transactions  of  the  Zoological  Society
auf  der  Tafel  53  abbildete,  so  wie  mit  Blainville’s  eigentlichem
Orang-Utan  aus  Sumatra,  wovon  das  Pariser-Museum  in  neuerer  Zeit
den  Schädel  eines  erwachsenen  Thieres  und  ein  vollständiges  Skelet
erhalten  hat,  Zusammenfalle;  ferner  dass  der  Hendrik  z’sche  Schädel
jener  Art  angehöre,  welche  Blainvilleden  Orang  W  a  11  i  c  h’s  nennt
und  welche  vom  indischen  Continente  stammen  soll;  obgleich  die
Augenhöhlen  bei  demselben,  nicht  wie  Blainville  von  seinem
Wallielfischen  Orang  angiht,  verhältnissmässig  grösser,  sondern
eher  kleiner  sind,als  bei  den  anderen;  endlich,  das  derD’Alton’sche
Schädel  der  wahre,  von  Wurmb  beschriebene  Pongo  von  Borneo,
mithin  auch  der  Pongo  Blainville’s  sei.
Hinsichtlich  der  von  Owen  als  eine  besondere  Art  aufgestellten
Simia  Mario,  bemerkt  Wieg  mann,  dass  der  Schädel,  worauf  sich
diese  Art  gründet,  —  ebenso  wie  dies  beim  Wallielfischen  Orang-Schädel
  der  Fall  war,  —  sowohl  durch  Grösse  als  Gestalt  zunächst
die  Vermuthung  errege,  dass  er  eine  Alters-Mittelstufe  zwischen  dem
jungen  Orang-Utan  und  dem  Pongo  sei.  Durch  eine  nähere  Prüfung  des
Gebisses  und  des  Schädels  aber,  werde  diese  Vermuthung  widerlegt.
Zwei  Schädel  erwachsener  Orang’s,  welche  das  Berliner
zootomische  Museum  während  des  Druckes  des  Wiegmann’schen
Jahresberichtes  erhielt,  schienen  die  Lösung  der  Frage  über  die
verschiedenen  Arten  der  asiatischen  Orang’s  nur  noch  verworrener
zu  machen.  Der  eine  derselben  stimmt,  wie  Wiegmann  angiht,  in
den  meisten  Punkten  mit  dem  Camper’schen  Schädel  überein,  zeigt
aber  auch  wieder  manche,  vielleicht  individuelle  Verschiedenheiten;
namentlich  ist  die  Divergenz  der  Unterkieferhälften  am  Winkel  noch
geringer,  als  bei  diesem.  Der  andere  passt  so  ziemlich  auf  die  von
*)  n.  c .  S.  146.
Sitib.  d.  mathem.-naturw.  01.  XI.  Bd.  II.  Hfl.

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