verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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seit wurden und dass die bleibenden Backenzähne der jungen Orang’s,
ebenso w r ie ihre Augenhöhlen, bereits eine Grösse zeigen, aus welcher
man scliliessen kann, dass der grosse Pongo ihren erwachsenen
Zustand darstelle.
Von dem grossen Pongo oder der Simia Wurmbii unterscheidet
sich Owen’s Simia Morio aber dadurch, dass die Zähne
verhältnissmässig eine andere Grösse gegen einander haben; indem
die Backenzähne kleiner und die Eckzähne viel kleiner sind, als bei
dem grossen Pongo, während die oberen Schneidezähne beinahe und
die unteren genau dieselben Ausmasse zeigen, so wie bei diesem.
Als einen ferneren Beweisgrund, dass der Schädel seiner Simia
Morio einem alten Thiere angehören müsse, betrachtet Owen den
schmalen Zwischenraum, welcher auf der Scheitel fläche zwischen den
halbzirkelförmigen Gräthen erübriget, so wie die Ohliteration der
Zwischenkiefer-, Pfeil- und Lambda-Nath.
Ungeachtet dieses Alters ist aber die grosse Leiste längs des
Scheitels nicht vorhanden. Die Lambda- und Mastoideal-Leisten
sind zwar stark entwickelt, aber doch geringer als beim grossen
Pongo. Das Hinterhaupt ist beinahe glatt und ohne Mittelleiste. Das
Schläfenbein stösst mit dem Stirnbeine zusammen, was jedoch als
kein constanter Charakter betrachtet werden kann, da Owen dasselbe
Verhalten, jedoch nur auf der einen Seite eines Schädels von einem
jungen Orang-Utan getroffen hat. Das Hinterhauptsloch liegt nicht
so weit nach rückwärts als beim Pongo; dagegen sind die vorderen
foramina condyloidea, so wie bei diesem doppelt. Das Nasenbein
ist einfach und zeigt keine Spur einer früheren Trennung. Inder
Verengerung des Interorbital-Raumes und der allgemeinen Form der
Augenhöhlen kommt Simia Morio mit dem jungen Orang-Utan
überein. Die Lage der Augenhöhlen und das Gesichtsprofil stimmt
mehr mit Simia Wurmbii, als mit Simia Abelii überein. Es finden
sich auf jeder Seite ein grosses und zwei sehr kleine Unteraugenhöhlenlöcher;
die Nasenöffnung ist von derselben Form wie bei Simia
Wurmbii und auch der Hirnkasten gleicht dem dieser Art sowohl
an Grösse, als Wölbung, während der Maxillartheil kleiner ist und
dadurch der Simia Morio ein mehr menschenähnliches Ansehen gibt.
Der wesentlichste Unterschied der Simia Morio aber, sowohl
von Simia Wurmbii, als Simia Abelii, besteht in der verhältnissmässig
viel geringeren Entwickelung der Eckzähne.