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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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seit  wurden  und  dass  die  bleibenden  Backenzähne  der  jungen  Orang’s,
ebenso  w r ie  ihre  Augenhöhlen,  bereits  eine  Grösse  zeigen,  aus  welcher
man  scliliessen  kann,  dass  der  grosse  Pongo  ihren  erwachsenen
Zustand  darstelle.
Von  dem  grossen  Pongo  oder  der  Simia  Wurmbii  unterscheidet ­
  sich  Owen’s  Simia  Morio  aber  dadurch,  dass  die  Zähne
verhältnissmässig  eine  andere  Grösse  gegen  einander  haben;  indem
die  Backenzähne  kleiner  und  die  Eckzähne  viel  kleiner  sind,  als  bei
dem  grossen  Pongo,  während  die  oberen  Schneidezähne  beinahe  und
die  unteren  genau  dieselben  Ausmasse  zeigen,  so  wie  bei  diesem.
Als  einen  ferneren  Beweisgrund,  dass  der  Schädel  seiner  Simia
Morio  einem  alten  Thiere  angehören  müsse,  betrachtet  Owen  den
schmalen  Zwischenraum,  welcher  auf  der  Scheitel  fläche  zwischen  den
halbzirkelförmigen  Gräthen  erübriget,  so  wie  die  Ohliteration  der
Zwischenkiefer-,  Pfeil-  und  Lambda-Nath.
Ungeachtet  dieses  Alters  ist  aber  die  grosse  Leiste  längs  des
Scheitels  nicht  vorhanden.  Die  Lambda-  und  Mastoideal-Leisten
sind  zwar  stark  entwickelt,  aber  doch  geringer  als  beim  grossen
Pongo.  Das  Hinterhaupt  ist  beinahe  glatt  und  ohne  Mittelleiste.  Das
Schläfenbein  stösst  mit  dem  Stirnbeine  zusammen,  was  jedoch  als
kein  constanter  Charakter  betrachtet  werden  kann,  da  Owen  dasselbe
Verhalten,  jedoch  nur  auf  der  einen  Seite  eines  Schädels  von  einem
jungen  Orang-Utan  getroffen  hat.  Das  Hinterhauptsloch  liegt  nicht
so  weit  nach  rückwärts  als  beim  Pongo;  dagegen  sind  die  vorderen
foramina  condyloidea,  so  wie  bei  diesem  doppelt.  Das  Nasenbein
ist  einfach  und  zeigt  keine  Spur  einer  früheren  Trennung.  Inder
Verengerung  des  Interorbital-Raumes  und  der  allgemeinen  Form  der
Augenhöhlen  kommt  Simia  Morio  mit  dem  jungen  Orang-Utan
überein.  Die  Lage  der  Augenhöhlen  und  das  Gesichtsprofil  stimmt
mehr  mit  Simia  Wurmbii,  als  mit  Simia  Abelii  überein.  Es  finden
sich  auf  jeder  Seite  ein  grosses  und  zwei  sehr  kleine  Unteraugenhöhlenlöcher; ­
  die  Nasenöffnung  ist  von  derselben  Form  wie  bei  Simia
Wurmbii  und  auch  der  Hirnkasten  gleicht  dem  dieser  Art  sowohl
an  Grösse,  als  Wölbung,  während  der  Maxillartheil  kleiner  ist  und
dadurch  der  Simia  Morio  ein  mehr  menschenähnliches  Ansehen  gibt.
Der  wesentlichste  Unterschied  der  Simia  Morio  aber,  sowohl
von  Simia  Wurmbii,  als  Simia  Abelii,  besteht  in  der  verhältnissmässig
  viel  geringeren  Entwickelung  der  Eckzähne.
            
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