verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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Wurmb’schen Pongo dahin aus, dass neuere Thatsachen seine schon
früher hierüber gehegten Zweifel nur bestätigen.
Temminck, welcher in seiner „Monographie sur le genre
Singe“ ‘) eine sehr genaue Schilderung sowohl des äusseren Baues,
als der osteologischen Verhältnisse des Orang’s gegeben, unterscheidet,
ohne Berücksichtigung der früheren Arbeiten von Blainville
und Owen, zwei verschiedene Arten unter den asiatischen Orang’s.
Nämlich den eigentlichen Orang - Utan oder seine Singe Orang-Outang
(Simia Saiyrus) von Borneo und Sumatra, und den rothen
Orang oder seinen Orang roux, der ihm nur nach einem jungen
Exemplare bekannt geworden war, welches er im Jahre 1836 lebend
in der Pariser Menagerie gesehen hatte und von dem er, gegen die
ausdrückliche Angabe seiner Abstammung aus Sumatra, die Vermutliung
ausspricht, dass er von dem indischen Continente stamme.
Diese Vermuthung gründete Temminck auf die Beobachtung, dass
alle Orang-Feile, welche er von Borneo erhielt, obgleich sie den
verschiedensten Altersperioden und beiden Geschlechtern angehören,
nur auf eine einzige Art schliessen lassen, welche auch auf Sumatra
verbreitet ist. Namentlich erwähnt er eines von Sumatra stammenden
alten Weibchens, das er in London zu sehen Gelegenheit hatte, welches
genau den aus Borneo eingesendeten Individuen desselben Geschlechtes
glich. Doch hält er es nicht für unmöglich, dass vielleicht
noch eine zweite Art auf den beiden genannten Inseln Vorkommen
könne; da wenigstens die Dajaken von Borneo versichern , dass zwei
verschiedene Arten grosser Orang’s auf Borneo einheimisch wären.
Später theilte Owen in einer besonderen Abhandlung „On the
specific distinctions of the Orangs“ 2 ) seine neueren, auf ein vermehrtes
Materiale, gestützten Beobachtungen über die asiatischen
Orang’s mit.
Es bestand aus zwei Schädeln des Orang’s von Borneo und in
einem, noch vom Felle umkleideten Schädel eines jungen Orang’s von
Sumatra.
Diesen Beobachtungen zufolge stimmt der junge Orang von.
Sumatra, sowohl in der rothen Färbung, als auch in der Art der Behaarung
seines Felles, vollkommen mit dem erwachsenen Weibchen
*) Monographies de Mammalogic. T. II, p. 113.
") Proceedings of the Zoological Society. 1836. p. 91j und London and
Edinburgh Philosophical Magazine. Vol. X, p. 295.