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Fitzinger. Untersuchungen über die Existenz
beiden anderen einfach. Die Schnauzengegend ist bei diesem Schädel
auch minder vorragend und verhältnissmässig dicker als bei den
beiden anderen.
Eine Eigenthümlichkeit des Camper’schen Schädels ist aber
die weit tiefere Incisur zwischen dem Processus condyloideus und
coronoideus, während der D’Alton’sche wieder sowohl vom Camper’sehen,
als dem Hendrikz’schen Schädel, bei der Ansicht von
vorne, durch die grosse Distanz der beiden Hälften des Unterkiefers
in der Gegend des Winkels jeder Hälfte ausgezeichnet ist und überhaupt
im Profile unter allen dreien die meiste Pavian-Ähnlichkeit hat.
Müller glaubt aus der grossen Verschiedenheit dieser drei
Schädel folgern zu können, dass diese Unterschiede nicht wohl auf
einer blossen Geschlechtsverschiedenheit beruhen, sondern sich vielmehr
auf eine specifische Differenz gründen dürften.
Die Ansicht, dass Simia Satyrus der Autoren nur den jugendlichen
Zustand des Wurmb’schen Pongo’s darstelle, findet Müller
durch die Blain ville’schen Angaben bedeutend erschüttert, oder
gar widerlegt.
Die beiden Schädel junger Orang-Utan’s, welche das Berliner
zootomische Museum besitzt, stimmen zwar in den Hauptsachen, aber
doch nicht ganz überein, obgleich ihre Zähne völlig gleich sind. Der
von Rudolphi abgebildete Schädel ist etwas stärker und doch ist
das Schädelgewölbe verhältnissmässig etwas ansehnlicher, besonders
in der Breite; auch sind die Tubera parietalia viel deutlicher, als
bei dem Schädel des jungen Orang’s, von welchem sich das ganze
Skelet im Berliner zootomischen Museum befindet.
So viel sei gewiss, dass der öfter nach Europa gebrachte Orang-Utan
das Junge eines der bekannten Orang’s ist; denn alle Verhältnisse
der Ossification deuten auf das kindliche Alter und die Zähne
sind noch nicht gewechselt. Dass er aber das Junge jener Art sei,
welche Pongo Wurmbii genannt wird, war schon ganz zweifelhaft,
wenn man selbst absähe von den in Paris gewonnenen neuen und entscheidenden
Materialien.
Ebenso spricht sich Wiegmann in seinem „Berichte über die
Leistungen im Felde der Zoologie während des Jahres 1833“ *)
bezüglich der vermeintlichen Identität der Simia Satyrus mit dem
D Archiv für Naturgeschichte. 1836. Bei. 2, S. 277.