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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

beiden  anderen  einfach.  Die  Schnauzengegend  ist  bei  diesem  Schädel ­
  auch  minder  vorragend  und  verhältnissmässig  dicker  als  bei  den
beiden  anderen.
Eine  Eigenthümlichkeit  des  Camper’schen  Schädels  ist  aber
die  weit  tiefere  Incisur  zwischen  dem  Processus  condyloideus  und
coronoideus,  während  der  D’Alton’sche  wieder  sowohl  vom  Camper’sehen,
  als  dem  Hendrikz’schen  Schädel,  bei  der  Ansicht  von
vorne,  durch  die  grosse  Distanz  der  beiden  Hälften  des  Unterkiefers
in  der  Gegend  des  Winkels  jeder  Hälfte  ausgezeichnet  ist  und  überhaupt ­
  im  Profile  unter  allen  dreien  die  meiste  Pavian-Ähnlichkeit  hat.
Müller  glaubt  aus  der  grossen  Verschiedenheit  dieser  drei
Schädel  folgern  zu  können,  dass  diese  Unterschiede  nicht  wohl  auf
einer  blossen  Geschlechtsverschiedenheit  beruhen,  sondern  sich  vielmehr ­
  auf  eine  specifische  Differenz  gründen  dürften.
Die  Ansicht,  dass  Simia  Satyrus  der  Autoren  nur  den  jugendlichen ­
  Zustand  des  Wurmb’schen  Pongo’s  darstelle,  findet  Müller
durch  die  Blain  ville’schen  Angaben  bedeutend  erschüttert,  oder
gar  widerlegt.
Die  beiden  Schädel  junger  Orang-Utan’s,  welche  das  Berliner
zootomische  Museum  besitzt,  stimmen  zwar  in  den  Hauptsachen,  aber
doch  nicht  ganz  überein,  obgleich  ihre  Zähne  völlig  gleich  sind.  Der
von  Rudolphi  abgebildete  Schädel  ist  etwas  stärker  und  doch  ist
das  Schädelgewölbe  verhältnissmässig  etwas  ansehnlicher,  besonders
in  der  Breite;  auch  sind  die  Tubera  parietalia  viel  deutlicher,  als
bei  dem  Schädel  des  jungen  Orang’s,  von  welchem  sich  das  ganze
Skelet  im  Berliner  zootomischen  Museum  befindet.
So  viel  sei  gewiss,  dass  der  öfter  nach  Europa  gebrachte  Orang-Utan
  das  Junge  eines  der  bekannten  Orang’s  ist;  denn  alle  Verhältnisse ­
  der  Ossification  deuten  auf  das  kindliche  Alter  und  die  Zähne
sind  noch  nicht  gewechselt.  Dass  er  aber  das  Junge  jener  Art  sei,
welche  Pongo  Wurmbii  genannt  wird,  war  schon  ganz  zweifelhaft,
wenn  man  selbst  absähe  von  den  in  Paris  gewonnenen  neuen  und  entscheidenden ­
  Materialien.
Ebenso  spricht  sich  Wiegmann  in  seinem  „Berichte  über  die
Leistungen  im  Felde  der  Zoologie  während  des  Jahres  1833“  *)
bezüglich  der  vermeintlichen  Identität  der  Simia  Satyrus  mit  dem

D  Archiv  für  Naturgeschichte.  1836.  Bei.  2,  S.  277.
            
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