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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Aifen.

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und  von  dort  auf  den  indischen  Continent  gebracht  wurde,  der  Orang
des  Wall  ich  von  Java.
Müller  hat  in  seinem  „Jahresberichte  über  die  Fortschritte  der
anatomisch-physiologischen  Wissenschaften  im  Jahre  1835“  *)  durch
sehr  beachtenswerte  Gründe  nachzuweisen  versucht,  dass  die  drei  im
königlich  zootomischen  Museum  zu  Berlin  vorhandenen  Gyps-Abgüsse
von  erwachsenen  Orang-Schädeln,  drei  von  einander  wirklich  verschiedenen ­
  Arten  angehören.
Der  eine  dieser  Schädel-Abgüsse  ist  nach  dem  Originale  des
Pongo  aus  der  Camp  er’schen  Sammlung  angefertiget  und  führt  die
Nr.  7196  dos  Catalogs  der  Berliner  zootomischen  Sammlung.  Eine
Abbildung  von  diesem  Schädel  hat  Fischer  in  seinen  „Naturhistorischen ­
  Fragmenten“  auf  den  Tafeln  3  und  4  gegeben.
Der  zweite  ist  einem  Originale  abgenommen,  welches  sich  in
der  Sammlung  des  Herrn  Professors  Hendrikz  befindet.  Er  ist  im
Cataloge  der  Berliner  Sammlung  mit  der  Nr.  7197  bezeichnet.
Der  dritte  ist  nach  dem  im  Pariser  Museum  befindlichen  Originale ­
  des  wahren,  von  Wurmb  beschriebenen  Pongo  angefertiget,
von  welchem  zuerst  Audebert  in  seiner  „Histoirc  naturelle  des
Singes“  auf  der  Tafel  2  der  anatomischen  Figuren  und  später
D’Alton  in  seinen  „Skeleten  der  Vierhänder“  auf  der  Tafel  8,
Abbildungen  geliefert  haben.  Er  hat  die  Nr.  7328  im  Cataloge  der
Berliner  Sammlung.
Alle  diese  drei  Schädel  sind  fast  von  gleicher  Grösse  und  mit
starken  Schädelgräthen  versehen.  Bei  genauerer  Vergleichung  derselben ­
  ergeben  sich  aber  manche  bedeutende  Verschiedenheiten.
So  wird  bei  dem  Hen  drikz’schen  Schädel  bei  der  Betrachtung
von  oben,  die  Protuberantia  occipitalis,  so  wie  ein  Theil  der  seitlichen ­
  Hinterhauptsgräthen,  durch  die  Hervorragung  der  Calvaria
vom  Schädel  gedeckt;  was  weder  bei  dem  C  a  m  p  er’schen,  noch  bei
dem  D’Alton’schen  Schädel  der  Fall  ist.  Auch  ist  der  Jochfortsatz
des  Oberkiefers  bei  dem  Hen  drikz’schen  Schädel  viel  grösser  und
breiter,  als  bei  den  beiden  anderen.  Die  Gesichtslinie  zwischen  der
Glubella  und  dem  Zwischenkiefer  ist  bei  diesem  Schädel  fast  gerade,
während  sie  bei  dem  Camp  er’schen  und  D’Alton’schen  Schädel
tief  ausgehöhlt  erscheint.  Die  Nasenbeine  sind  hier  doppelt,  bei  den

*)  Archiv  für  Anatomie,  Physiologie  u.  s.  w.  Jahrgang  1836.  S.  XLVL
            
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