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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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wiederholte  er  diese  beobachteten  Unterschiede*)  und  suchte  dieselben
durch  Abbildungen  jener  beiden  Schädel  zu  erläutern;  indem  er  auf
der  Tafel  49  den  Schädel  des  Orang’s  von  Borneo  aus  dem  Royal
College  of  Surgcons  und  auf  der  Tafel  53  den  Schädel  des  als
sumatranisch  vermutheten  Orang’s  des  Herrn  Cross  darstellt.
Bald  darauf  erschien  von  Blainville  eine  Abhandlung  „Sur
quelques  especes  de  sin  gas  confondues  sous  le  noin  d’Orang-Outang“
  a ),  welche  sich  auf  das  im  Pariser  Museum  vorhandene
Materiale  stützt,  das  kurz  vorher  durch  den  Schädel  eines  erwachsenen ­
  Orang’s  von  Sumatra  und  ein  vollständiges  Skelet  eines  anderen
Individuums,  ebenfalls  von  Sumatra  stammend,  vermehrt  wurde.
Er  glaubt  vier  verschiedene  Arten  unter  den  asiatischen  Orang’s
annehmen  zu  können:
t.  den  eigentlichen  Orang-Utan  von  Borneo  und  Sumatra,  welcher ­
  in  der  Jugend  rotli,  im  erwachsenen  Zustande  beim  Männchen
mit  Wangenwülsten  versehen  ist;
2.  den  Orang  Wallich’s  vom  indischen  Continente;
3.  den  Orang  Ahel’s  von  Sumatra  und
4.  den  Pongo  von  Borneo.
Aus  seinen  Untersuchungen  geht  hervor,  dass  der  Schädel  des
erwachsenen  Orang-Utan’s,  alle  Merkmale  des  jugendlichen  beibehalte; ­
  die  schiefe  und  regelmässig  ovale  Form  der  Augenhöhlenöffnungen, ­
  ausser  einer  sehr  grossen  Annäherung  derselben;  die
Kleinheit,  Schmalheit  und  sehr  hinauf  gerückte  Lage  der  Nasenbeine,
während  er  zugleich  durch  die  Entwickelung  der  Superciliar-,  Sagittal-
  und  Occipital-Leisten,  so  wie  durch  die  grosse  Verlängerung  der
Kiefer  Alles  erlange,  was  ihn  dem  Schädel  des  Pongo  ähnlich  mache.
Schon  dadurch  sei  der  Orang-Utan  vom  Pongo  verschieden.
Aber  auch  die  äusseren  Merkmale  bestätigen  diesen  Unterschied;
indem  sich  bei  den  männlichen  Individuen  des  Orang  -  Utan  ein
dicker  Hautlappen  an  den  Wangen  befindet,  was  er  an  mehreren
schönen  Exemplaren  der  Sammlung  zu  Leyden  nachweisen  konnte;
ein  Ansatz,  der  dem  Pongo  fehlt,  wie  man  sich  aus  der  Beschreibung
von  Wurmb  überzeugen  kann,  dem  eine  so  merkwürdige  Eigen-’)

  l.  c.  p.  377.
')  Annales  des  Sciences  naturelles.  1836.  p.59.
            
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