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F i tz i n g er. Untersuchungen über die Existenz
dem Orang von Sumatra und Borneo, von welch’ letzterem er mehrere
Exemplare untersucht habe, darein setzen zu können glaube, dass der
Orang von Sumatra eine grössere Anzahl von Wirbelknochen besitze.
Owen hat in seiner vortrefflichen Abhandlung „On the Comparative
Osteology of the Orang Utan and Chimpanzee“ l ) auf
die wesentlichen Form-Unterschiede aufmerksam gemacht, welche
zwischen dem, im Royal College of Surgeons aufbewahrten Schädel
eines Orang’s von Borneo und einem anderen, im Besitze des Herrn
Cross im Survey Zoological Garden befindlichen, seiner Yermuthung
zu Folge von Sumatra stammenden Orang-Schädel bestehen
und bei näherer Vergleichung sich darbieten 2 ).
Diese Unterschiede bestehen darin, dass beim Cross’schen
Schädel, den er für sumatranisch hält, der Durchmesser von vorne
nach hinten kürzer ist und dass er weit höher am Scheitel emporragt,
als dies beim Schädel des Orang's im College of Surgeons, welcher
von Borneo herstammt, der Fall ist.
Ferners dass die oberen Orbital-Ränder bei demselben mehr
hervorspringen, der Querdurchmesser der Augenhöhlen, den Höhendurchmesser
derselben übertrifft und die Augenhöhlenfläche selbst,
mehr senkrecht liegt; daher denn auch das Gesichtsprofil zwischen
der Glabclla und den Schneidezähnen ausgehöhlt erscheint, während
dasselbe bei dem Schädel des Orang's von Borneo, wegen der schieferen
Richtung der Augenhöhlen, eine fast gerade Linie darstellt.
Endlich, dass die Symphyse des Unterkiefers, vom Zwischenräume
der mittleren Schneidezähne an bis zum Ursprünge der Geniohyoideal-Muskeln,
beim Cross’schen Schädel um 5 / 0 niederer ist und
dass die hintere Natli des Jochbeines, wodurch dasselbe mit dem
Jochfortsatze des Schläfenbeines zusammenstösst, weit mehr in die
Mitte des Jochbogens gerückt ist, als beim Schädel des Borneo’schen
Orang's.
Den Orang-Utan der Autoren oder die Simia Satyrus, betrachtet
Owen, ebenso wie Rudolphi und Cuvier, nur für das junge
Thier des von Wurmb beschriebenen Pongo von Borneo.
In der von Owen kurz nachher veröffentlichten grösseren Abhandlung
„On the Osteology of Chimpanzee and Orang-Utan“ 3 )
*) London and Edinburgh Philosophical Magazine. Vol. VI, p. 457.
3 ) L. c. p. 467.
3 ) Transactions of the Zoological Society of London. Vol. I, Part. 4, p. 343.