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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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Nach  sechs  bis  zehn  Tagen  beginnen  die  Schwämme  zu  faulen,
und  die  unterdessen  bis  zur  Hälfte  herangewachsenen  Larven  ziehen
in  die  Höhe  und  nähren  sich  von  den  dichteren  Theilen  des  Schirmes.
Diese  Art,  L.  plalypteru.  legt  ihre  Eier  in  Schwämme,  welche
in  Österreich  „Hallamarsch“  genannt  werden,  aus  welchen  in  vorbesagter ­
  Zeit  sich  die  Larven  nach  Beschaffenheit  der  Temperatur  entwickeln, ­
  sind  binnen  acht  und  zwanzig  bis  dreissig  Tagen  vollkommen ­
  ausgewachsen,  und  gehen  dann,  3—•3 1 / 2 "'  lang,  ohne  sich  zu
häuten,  %  Zoll  tief  in  die  lockere  Erde,  wo  sie  sich  nach  acht  bis
zehn  Tagen,  durch  gänzliches  Abstreifen  der  Larvenhaut  zur  Puppe
verwandeln.
Diese  gleichen  vollkommen  einer  Schmetterlingspuppe,  und
liegen  frei  in  der  Erde,  ohne  umsponnen  zu  sein;  nach  acht  bis  zehn
Tagen  färben  sich  Kopf-,  Flügel-  und  Flussscheiden  schwarzgrau,
der  Brustkasten  braun,  der  Hinterleib  aber  bleibt  bis  zum  Ausbrechen
der  Fliege  in  seiner  gewöhnlichen,  blass  -  bräunlichgelben  Farbe;
und  so  erscheinen  gegen  Ende  October  und  anfangs  November,  also
vom  Ei  an  binnen  neun  bis  zehn  Wochen  die  Fliegen,  gewöhnlich
des  Morgens,  selten  des  Abends  aus  den  Puppen.
Sie  schwärmen  dann  Morgens  nach  —  und  Abends  während  des
Sonnenunterganges  an  Waldrändern  und  anderen,  Feuchtigkeit  ausdünstenden ­
  Orten,  und  trennen  sich  zur  Begattung  vom  Schwarme,
um  in  Sträuchern,  oder  sonst  wo  verborgen  einige  Stunden  ungestört
zu  geniessen,  indem  sie  während,  dieser  Zeit  an  einander  hängen
bleiben.
Drei  bis  sechs  Tage  nach  der  Begattung  legt  gewöhnlich  das
Weibchen  auf  vorerwähnte  Art;  findet  es  aber  keine  frischen  oder
faulen  Schwämme,  so  legt  es  die  Eier  in  die  Erde  an  solche  Orte,  wo
Schwämme  verfault  sind,  und  sich  die  Larven  von  dem  in  die  Erde
eingedrungenen  Safte  anfänglich  ernähren  können,  von  wo  sie  dann
später  des  Nachts  gesellschaftlich  wie  die  Larven  der  Sciaren  auswandern ­
  und  in  Schwämme  einziehen.
Beschreibung-.
Die  Eier  sind  weiss,  fast  lederig,  länglich  bohnenförmig  und  an
der  geraderen  Seite  verschmälert;  V a '"  lang  und  */ ä  so  dick.
Die  Larven  weiss,  häutig  glatt,  fast  walzenförmig,  mit  braunem
gerundetem  Kopfe,  fusslos,  mit  sechzehn  kleinen,  schwarzhornigen
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