Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Paläo-Krystalle,  durch  Pseudomorphose  verändert.

397

Die  Verschiedenheiten  der  Farbentöne,  selbst  das  durch  den
Gegensatz  mit  dem  Hyacinthroth  noch  mehr  grün  erscheinende  Ölgrün
  bilden  also  hier  der  Erklärung  keine  Schwierigkeit.  Sie
beruht  einfach  auf  grösserer  oder  geringerer  Absorption.  Desto  rätliselhafter
  stellt  sich  uns  die  Färbung  der  Krystalle  vor,  welche  das
Eisenoxyd  in  Verbindung  mit  Oxalsäure  und  Alkalien  enthalten,
oft  vor  dem  schönsten  Grasgrün,  und  wenn  auch  selbst  dichromatisch,
  doch  nur  gleichzeitig  mit  ganz  blassen  gelblich-weissen
Tönen,  die  höchstens  bis  zum  Ölgrün  reichen.

Palüo-Krystcäle,  durch  Pseudomorphose  verändert.
Von  dem  w.  M.  Yt.  üaidingcr.
Als  Nachtrag  zu  den  Bemerkungen  über  einige  neuere  Arbeiten
und  Ansichten  meines  hochverehrten  Freundes,  Herrn  Professors
Sehe  er  er,  vom  verflossenen  Jänner  (Sitzungsberichte  X,  S.  88)
erlaube  ich  mir  heute  zwei  Exemplare  zur  Ansicht  vorzulegen,  welche
mir  derselbe  giitigst  zugesandt  hat,  und  welche  eine  der  dort  erwähnten ­
  Paramorphosen  zeigen,  nämlich  Albit  in  den  Formen  eines  Scapoliths,
  von  Koageröe  in  Norwegen,  mit  derFormel  (HO  -f-  Sz0 3 )-f-(fi
 s 0 3  -j-  3iSiö 3 ).  Bei  der  grossen  Wichtigkeit  der  Studien  über
pseudomorphe  Bildungen  überhaupt,  gehören  diese  gewiss  zu  den
anziehendsten,  weil  sie  uns  Mineralvorkommen  verstehen  lehren,
die  lange  als  räthselhafte  Bildungen  den  Scharfsinn  der  Naturforscher ­
  umsonst  zur  Lösung  aufriefen.  Herr  Prof.  Sehe  er  er
erwähnt  ihrer  neuerdings  in  einer  wichtigen  Abhandlung  über  Pseudomorphosen
  in  Poggendorff’s  Annalen,  Bd.  89,  S.  1,  und  gibt
daselbst  auch  eine  treffliche  Nachweisung  über  die  Natur  des  von
Werner  sogenannten  Spreusteines  aus  dem  Norwegischen  Zirkonsyent.
  Herr  Prof.  Blum  hatte  den  Beweis  zu  führen  gesucht  (Poggendorffs
  Annalen,  Band.  87,  Seite  315),  der  Spreustein  sei
pseudomorph  nach  Eläolith  gebildet.  Allein  die  Formen  der  ursprünglichen, ­
  nun  veränderten  Krystalle  wurden  von  Blum  als  regelmässige
  sechsseitige  Prismen  angenommen,  während  Scheerer
selbst  zuerst  1842  auf  einer  kleinen  Insel,  westlich  von  der  grossem
Insel  Lövöe  im  Brevigfjord  ,  sechsseitige  Prismen  einige  Zoll  lang,
bei  einem  Durchmesser  von  y a  bis  1  Zoll  auffand,  ganz  aus  der
Sitib.  d.  mathem.-natunv.  CI.  XI.  Bd.  II.  Hft.

26
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.