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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

391

Wird  die  Menge  Wassers,  welche  bei  100°  C.  entweicht,  weggelassen ­

  und  die  Zusammensetzung  auf  100  Theile  berechnet,  so
gestaltet  sich  das  Ganze  wie  folgt:

i.  ii.
49-61  49-43
19-86  19-57
4-18  3-64
9-96  12-03
2-54  Spur
13-85  15-32
100-00  99-99

in.
52-26  Kieselsäure
17-49  Eisenoxyd
2  •  03  Eisenoxydul
13-  47  Talkerde
Spur  Kalkerde
14-  72  Wasser.
99-97

Aus  dieser  schätzenswerten  Untersuchung  des  Herrn  Ritters
C.  v.  Hauer  geht  hervor,  dass  das  Bergholz  wohl  kaum  eine  feste
Zusammensetzung  haben  dürfte,  und  dass  die  Formel,  welche  man
aus  den  Analysen  Thaulow's  ziehen  kann,
3  Mg  0  .  Fe,  0,  +  5  (HO  .  Si0 3 )
nicht  für  jedes  Bergholz  passt.  Es  handelt  sich  hier  überhaupt  nicht
darum,  aus  den  Resultaten  der  Analysen  eine  bestimmte  Formel  aufstellen ­
  zu  wollen,  da  wohl  keine,  weder  die  beiden  von  Thaulow
in  Vorschlag  gebrachten
Fe■,  0 3 .3SiO,  +  3M</  0.2Si0 3  +  5HO  oder
Fe t  0 3 .3  SiO,  +  2  (Mg  0  .  SiO-,)  +  MgO  .  'S  HO,
noch  die  von  Berzelius  aufgestellte
3  (Mg  0  .  SiO s  +  HO)  +  (Fe,  0 3 .2  Si0 3  +  2  HO),
noch  die  von  mir  aufgestellte,  die  der  Zusammensetzung  des  Minerals ­
  entsprechende  ist,  denn  jedenfalls  ist  die  Zusammensetzung
dieses  Minerals  keine  bestimmte,  wie  einerseits  die,  wenn  auch
nicht  sehr  bedeutenden  Unterschiede  der  Analysen  zeigen,  andererseits ­
  aus  dem  Verhalten  beim  Glühen  und  in  Rücksicht  auf  die  Farbe
hervorgeht.
Die  Farbennuancen  des  frischen  Minerals,  zwischen  grün  und
braun  durch  gelb  in  braun,  die  mikroskopische  Untersuchung  Thaulow ­
  s,  das  Roth-,  Braun-  und  Grauwerden  durch  Glühen,  der  verschiedene ­
  Wassergehalt,  die  Gewichtsunterschiede  u.  s.  f.  zeigen
offenbar,  dass  mit  einem  ursprünglich  grünen  fasrigen  Minerale  eine
chemische  Veränderung  vorgegangen  ist,  dasselbe  enthielt  jedenfalls ­
  als  wesentliche  Bestandteile  Kieselsäure,  Wasser,  Talkerde
            
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