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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Kenngott.

Da  die  untersuchten  Stücke  rücksichtlich  der  Lokalitäten  des
k.  k.Hof-Mineralien-Cabinetes  so  wenig  als  möglich  hygroskopisches
Wasser  enthalten,  so  wurde  der  Wassergehalt  so  bestimmt  und  angegeben, ­
  wie  ihn  das  lufttrockene  Mineral  ergab,  und  es  ist  auffallend ­
  genug,  dass  er  im  Ganzen  so  gleichmässig  ausfiel.  Um  jedoch ­
  das  hygroskopische  Wasser  von  dem  wesentlichen  des  Minerals ­
  in  Abzug  bringen  zu  können,  ermittelte  Herr  Ritter  C.  v.  Hauer,
wie  viel  Wasser  bei  100°  C.  entweicht  und  fand,  dass  die  Mengen
desselben  verschieden  sind,  somit  auch  der  dem  Mineral  wesentlich
angehörige  Wassergehalt  nicht  bestimmt  ist  und  grösseren  Schwankungen ­
  unterliegt,  als  man  erwarten  möchte.  Bemerkenswerth  war
dahjei  die  Beobachtung,  dass  das  hei  100"  C.  getrocknete  Mineral
nach  kurzer  Zeit  genau  dieselbe  Menge  Wassers  aus  der  Luft  wieder
aufnahm.
Ferner  wurden  wegen  der  von  mir  ausgesprochenen  Vermuthung,
  dass  ursprünglich  Eisenoxydul  in  dem  Minerale  vorhanden
gewesen,  und  dasselbe  durch  den  Gang  der  Pseudomorphose  in
Eisenoxyd  umgewandelt  worden  sei,  von  Herrn  C.  v.  Hauer,  um
den  Gehalt  etwaigen  Oxyduls  zu  bestimmen,  gewogene  Quantitäten
des  Minerals  mit  ChlorwasserstofFsäure  in  zugeschmolzenen  Glasröhren ­
  gelöst,  und  in  der  Lösung  zeigte  sich,  dass  ein  Tlieil  des
Eisens  als  Oxydul  enthalten  sei.  Diese  wurde  nach  der  Methode  von
Marguerite  mit  übermangansaurem  Kali  bestimmt,  und  in  Nro.  I.
3-73  Procent,  in  II.  3-36  Procent,  und  in  III.  1-87  Procent  Eisenoxydul ­
  gefunden.  Legt  man  die  obigen  Mittelzahlen  zu  Grunde,
so  ergibt  sich  nach  Herrn  C.  v.  Hauer  folgende  Zusammensetzung: ­


Kieseläure
Eisenoxyd
Eisenoxydul
Talkerde
Kalkerde
t  Gewichtsverlust  bei  100°  C.
l ’  |  „  durch  Glühen.
Thonerde.

Wasser

98-52  100-01  99-89
            
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