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H e e g e r.
Figur 5. Ein Kopf der Larve von unten.
„ 6. Ein Fühler.
„ 7. Die Augen und ihre Stellung.
„ 8. Die Oberlippe
„ 9. Die Unterlippe.
„ 10. Ein Oberkiefer.
„ 11. Ein Unterkiefer.
„ 12. Ein Vorderbein.
„ 13. Eine Flussklaue.
Naturgeschichte der Limnobia platyptera. Macq.
Meig. Bd. I, S. 125. Abthl. E.; Taf. VI. Fig. 2. Bd. VII. S. 26—83.
Macquart. Dipt. I. 94. 12. — Id. Buff. I. 106—27. Liranophila.
Diese bisher noch nicht als österreichisch bekannte Fliegenart
ist bei Macquart am a. 0. als eine im nördlichen Frankreich einheimische
Art angegeben, und zu seiner Untergattung Limnophila gestellt,
welche bei Meigen a. a. 0. zu Abthl. E Taf. VI, Fig 2, dem
Verlaufe der Flügelnerven nach gezählt ist.
Es war auch bisher von keiner Art der ganzen Gattung Limnobia
der Aufenthalt der Larven bekannt, und ich habe durch melirfältige
Beobachtungen erfahren, dass eine bedeutende Anzahl derselben
Arten in faulen Vegetabilien, und namentlich vorzugsweise in
Schwämmen leben, aber als Fliegen am liebsten an solchen Orten
schwärmen, wo die Luft mit feuchter Ausdünstung geschwängert ist,
daher findet man sie oft an hölzernen Dachrinnen, an alten Schindeldächersäumen,
in Holzschlägen über faulen Wurzelstücken u. dgl. in
grosser Anzahl schwärmen.
Ich beobachtete sie schon viele Jahre im Freien, konnte aber
nie entdecken, wo die befruchteten Weibchen ihre Eier ablegen, bis
es mir (am 20. August 18S1) gelang, des Abends ein Weibchen anzutreffen,
welches eben im Eierlegen begriffen war, wodurch ich mich
veranlasst fand, Schwämme nach Hause zu nehmen, und lebende
Fliegen beiderlei Geschlechtes dazu einzusperren, um alles genau
und bestimmt beobachten zu können.
Die befruchteten Weibchen legen des Abends die Eier (30—40)
einzeln an die Unterseite der Schwammschirme (Kopfes), aus welchen
nach vier bis sechs Tagen die madenähnlichen Larven, mit vollkommen
hornigen freien Kopf sich entwickeln, und gleich in die Stiele
(Stengel) verbergen.