Mineralogische Notizen.
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beträchtlich viel Gold, welches in den gewöhnlichen moos- und haarförmigen
verästelten Gestalten und in kleinen, unter der Loupe deutlichen
Krystallen durch den Krystall verbreitet, als ein seltener Einschluss
vorkommt. Dabei ist noch zu bemerken, dass der Quarzkrystall
von aussen weiss oder graulichweiss ist, und man wegen seiner
äusserstgeringenDurchscheinheit das Gold nicht sieht. Er ist aber nicht
durchweg weiss, sondern er hat nur eine weisse Rinde, während
das Innere farblos ist, und in der farblosen Masse ist gerade das
Gold vertheilt. Man würde es unter diesen Umständen nicht gesehen
haben, wenn nicht zufällig der in den Sammlungen des k. k. Hof-Mineralien-Cabinetes
befindliche einzelne Krystall ein abgebrochener
wäre, wesshalb das eingeschlossene Gold sichtbar wird, so wie
die sichtliche Verschiedenheit der weisseren Rinde von dem farblosen
oder wenig graulichen Innern. Der zerbrochene Krystall zeigt nebenbei
noch zwei ziemlich deutliche Spaltungsflächen, und ist aussen
mit einem dunkelstahlgrauen Minerale stellenweise bekleidet, welches
höchstwahrscheinlich Sprüdglaserz ist.
9. Quarz. Kugelbildung desselben. In Rücksicht auf
frühere Mittheilungen über Kugelbildungen des Quarzes, wovon ich
interessante Exemplare in dem k. k. Hof-Mineralien-Cabinete vorfand,
kann ich wieder ein neues Reispiel anführen. Es stammt dasselbe
aus der französischen Champagne und stellt ein durchlöchertes,
drüsiges Stück dar, welches aus graulichgelben Chalcedonkugeln
oder aus solchen umkleidet mit radialgestellten Quarzkrystallen
besteht. Die Chalcedonkugeln, welche in ihrem Inneren eine concentrisch-schaalige
Absonderung zeigen, bildeten sich zuerst, nachher
aber trat die krystallinische Tendenz entschieden hervor, und die
Chalcedonkugeln wurden durch Quarzkrystalle vergrössert, welche
sich um die Chalcedonkugeln in stengligen Krystalloiden mit freien
Enden ansetzten und dadurch Kugeln entstanden, welche der Hauptmasse
nach aus radialstengligem Quarz bestehen, und im Innern
einen kugligen Chalcedonkern enthalten. Einzelne der Kugeln enthalten
auch keinen derartigen Kern, und bildeten sich somit später,
als die Chalcedonbildung beendet war. Die während der Rildung in
einem Fluidum schwebend erhaltenen Kugeln verschiedener Grösse
wurden nach ihrem Niederfallen durch derbe Quarzmasse verbunden,
und bildeten somit ein drüsiges Ganzes, welches aus der verschiedenen
Ansicht der Oberfläche auf den Vorgang schliessen lässt.