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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

385

Setzt  man  die  Summe  der  basischen  Theile  HO  gleich  2,  so
erhält  man  als  Verhältniss  der  Äquivalentzahlen  für  diese  und  die
anderen  Bestandtheile
ro  so 3  iro
in  1.  2-00  1-99  1-04
„  2.  2-00  1-98  1-00
welches  mit  dem  bereits  gefundenen,  und  in  den  Formeln  des  Polyhalits ­
  ausgedrückten  2:2:1  oder  6:6:3  vollkommen  übereinstimmt ­
  und  wornach  sich  die  Formel
2  (3  Ca,  Mg,  KO  .  2S0 3 )  +  37/0.2  S0 3
ergibt.
Wie  man  aus  den  Zahlen  der  einzelnen  Bestandtheile  Kalkerde,
Talkerde  und  Kali  ersieht,  welche  die  Äquivalente  angeben

8-3  CaO  1-9  MgO  1-67  KO
90  „  2-24  „  2-19  „

besteht  hier  nicht  das  Verhältniss,  welches  man  in  anderen  Polyhaliten
gefunden  hat,  so  dass  auf  ein  Äquivalent  Kali,  nahezu  ein  Äquivalent
Talkerde  und  zwei  Äquivalente  Kalkerde  kommen,  was  auch  durchaus ­
  gar  nicht  nothwendig  und  als  ein  allgemeines  zu  erwarten  ist.
Diese  Abweichung  ersieht  man  auch,  wenn  man  nach  der  früheren ­
  Weise  die  Schwefelsäure  auf  die  drei  Basen  vertheilt  und  das
Wasser  allein  lässt,  wonach  die  Resultate  der  beiden  Analysen
diese  sind:

l.
56-41
11-  04
14-81
12-  16
5-58
100-00

2.
61-18
13-53
19-12
0-23
0-41
6-05
100-52

schwefelsaure  Kalkerde
schwefelsaure  Talkcrde
schwefelsaures  Kali
Chlornatrium
Eisenoxyd
Wasser.

Die  Menge  der  Schwefelsäure  beträgt  dann  in  1.  47-20  Procent, ­
  und  in  2.  53-80  Procent.  Zieht  man  die  Beimengung  in  1.  ab,
so  gestalten  sich  die  Mengen  wie  folgt,  und  man  sieht  aus  den  dazu
gestellten  Ergebnissen  der  Analysen  Stromeyer’s  und  Rammelsberg’s,
  welche  Polyhalit  von  Ischl  (der  erstere)  und  von
Aussee  (der  letztere)  analysirt  haben,  dass  die  Mengen  der  Kalk-
            
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