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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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K  ding  ott.

Herr  Ritter  C.  v.  Hauer  analysirte:  1.  einen  schwach  fleischrotli
  gefärbten  Polyhalit  von  Hallstatt,  welcher  krystallinisch  kurzund
  dickstenglige  Stücke  verwachsen  mit  grauem  oder  blauem
Steinsalze  darstellt  und  deutliche  Spaltungsflächen  zeigt;  2.  einen
intensiv-fleischroth  gefärbten  von  Ebensee,  welcher  krystalliniscliblättrige
  Massen  darstellt,  deren  Blätter  oft  sich  durchkreuzen
und  starken  Perlmutterglanz  haben;  dieselben  sind  dünn,  und  verleihen ­
  dem  Ganzen  ein  splittriges  Aussehen,  wie  es  bei  manchen
blätterigen  Gypsen  der  Fall  ist.  Die  bei  100°C.  getrockneten  Proben
ergaben:

1.
23-23
3-  83
8-00
4-  82
Spur
7-34
47-43
5-  38
100-25

2.
25-19
4-51
10-33
0-09
0-41
0-14
53-28
6-05
100-00

Kalkerde
Talkerde
Kali
Natrium
Eisenoxyd
Chlor
Schwefelsäure
Wasser.

Chlor  und  Natrium  als  Steinsalz  sind  beigemengt,  und  wie  bei
dem  ersten  innig  verwachsen,  so  dass  ein  deutliches  Gemenge  des
Polyhalits  und  Steinsalzes  zu  sehen  ist,  bei  der  zweiten  Probe  an
dem  Stücke  nicht  sichtbar,  aber  wie  die  Analyse  zeigte,  doch  in
kleinen  Mengen  vorhanden.  Das  Eisenoxyd  ist  das  färbende  Princip
des  Polyhalits,  und  ist  bei  den  rotlien  und  gelben  in  wechselnder,
aber  stets  sehr  geringer  Menge  vorhanden.
Als  wesentliche  Bestandtheile  verbleiben  nur  Kalkerde,  Talkerde, ­
  Kali,  Schwefelsäure  und  Wasser,  welche,  wenn  wir  die
Äquivalente  aus  obigen  Zahlen  berechnen,  nachfolgende  Verhältnisse
zeigen:

8
1
1
11
6

1.
•3  )
•9
•67)
•86
■2

11-87

2.
9-0  ]  |
2-24  13-43<
2-19)  I
13-32
6-72

Äqu.  Kalkerde
„  Talkerde
*  Kali
„  Schwefelsäure
„  Wasser.
            
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