Mineralogische Notizen.
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sich darstellt. Der Zwilling ist etwas kleiner, so dass das einzelne
Individuum mit seiner fast convexen Endfläche hervorspringend in
die Augen fällt, während eine von den vier die vierflächige Endzuspitzung
des Zwillings bildenden Flächen / sich übergreifend über
den oberen Theil der convexen Bildung ausdehnt, und die Fläche
n so wie einen Theil der Fläche l' verdeckt.
Zu bemerken ist noch, dass nicht etwa diese Art der Verwachsung
zur Bildung der grossen Krystalle an dem bezeichneten Stücke
beiträgt, sondern sie ist ganz unabhängig von der Grösse und zeigt
sich an sehr kleinen, wie an den grössten, so wie Zwillinge und
einzelne Individuen von verschiedener Grösse daran Vorkommen.
7. Glauberit und Polyhalit aus Österreich. Bei der
Durchsicht der Sammlungen des k. k. Hof-Mineralien-Cabinetes fand
ich, dass Polyhalit von Ischl, Hallein, Hallstatt und Ebensee in
Österreich zu Verwechslungen Veranlassung gegeben hat, indem
Abänderungen des Polyhalits von daher für Glauberit gehalten
worden sind. Die Reihe der bezüglichen Stücke, welche den Polyhalit,
wie die Untersuchung herausgestellt hat, entweder für sich,
oder mit Steinsalz und Gyps enthalten, haben unter einander Ähnlichkeit,
indem der Polyhalit fleischrothe, zum Theil ins Gelbe
übergehende, perlmutterglänzende, durchscheinende bis undurchsichtige,
krystallinisch - blätterige oder stenglig - blättrige Massen
darstellt. Ihr Aussehen ist wohl einigermassen von dem gewöhnlichen
des Polyhalits unterschieden, doch zeigte die angestellte Untersuchung
sehr bald, dass sämmtliche als Glauberit aus Österreich
bezeiehnete und von den genannten Fundorten herrührende Stücke,
mit Ausnahme eines näher anzugebenden Exemplares von Ischl
Polyhalit sind.
Nachdem ich mich von der Identität hinlänglich überzeugt und
auch durch das Verhalten vor dem Löthrohre, sowie eine nähere
Prüfung in Bezug auf" die vorhandenen Bestandteile kein Zweifel
vorhanden war, ersuchte ich Herrn Ritter C. v. Hauer, die chemische
Prüfung und genaue Bestimmung zu übernehmen, und seiner
Güte verdanke ich die nachfolgenden Analysen, welche insofern ein
besonderes Interesse durch ihr Resultat darbieten, dass diese Abänderungen
des Polyhalits in dem gegenseitigen Verhältnisse der vikarirenden
Bestandteile Kalkerde, Talkerde und Kali abweichend
gefunden wurden.
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