Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

382

Kenngott.

Ausser  den  Flächen  der  vier  verschiedenen  Hemipyraraiden  r,
li,  1'  und  n,  welche  eine  achtflächige  stumpfe  Spitze  bilden,  und  bei
ihren  sehr  stumpfen  Combinationskantenwinkeln  gleichsam  die  Bildung ­
  einer  convexen  Endfläche  anstreben,  selbst  aber  fast  eben  sind,
sind  noch  kleine  Flächen  einer  Ilemipyramide  in  entgegengesetzter
Stellung  zu  bemerken,  welche  an  der  Comhinationskante  zwischen
n  und  f  auftreten.  Der  Krystall  ist  farblos  und  rein,  die  ihn  begleitenden ­
  sind  unvollkommen  ausgebildet  und  zum  Theil  stark  verletzt.
6.  Gyps:  abnorme  Drillinge  desselben.  Ein  zweites
Exemplar  krystallisirten  Gypses  von  Hall  in  Tirol  schliesst  sich
dem  so  eben  beschriebenen  an  und  zeigt  eine  eigenthiimliche  Zwillings, ­
  respective  Drillingsbildung.  Dasselbe
zeigt  viele  aufgewachsene  farblose  und  gut
ausgebildete  Krystalle,  welche  mannigfach
gruppirt  und  zum  Theil  verwachsen  erscheinen. ­
  Obgleich  an  Grösse  sehr  verschieden,
stellen  sie  dreierlei  von  der  Grösse  unabhängige ­
  Gestaltungsverhältnisse  dar:  einzelne
Individuen,  Zwillinge  und  Drillinge.
Die  einzelnen  Individuen  haben  die  im
Vorangehenden  beschriebene  Gestalt,  welche
sich  durch  ihre  die  Convexität  der  Endflächen  anstrebende  Bildung
auszeichnet,  die  Zwillinge  sind  die  gewöhnlichen,  indem  zwei  Indipf

viduen  der  Combinationsgestalt  oo  P  .  (oo  i°oo)  ,  y  die  Hauptaxe
  und  die  Orthodiagonale  gemeinschaftlich  und  die  Fläche  00P00
als  Verwachsungsfläche  haben.  Diese  Zwillinge  sind  scharf  ausgebildet ­
  und  zeigen  deutlich  in  ihrem  Innern  die  Verwachsungsfläche
längs  der  Hauptaxe.  Beiderlei  Krystalle,  diese  Zwillinge  und  die
einzelnen  Individuen,  welche  sich  von  einander  leicht  durch  die
Beschaffenheit  der  Endflächen  unterscheiden  lassen,  indem  die  der
Zwillinge  glatt  und  eben  eine  vollkommene  vierflächige  Endzuspitzung ­
  wie  durch  eine  orthorhomische  Pyramide  erzeugt  darstellen,
sind  mit  einander  zu  Drillingen  verwachsen  und  haben  als  Verwachsungsfläche ­
  bei  gemeinschaftlicher  Hauptaxe  und  Orthodiagonale  die
Fläche  (oo  P  oo).
Die  beifolgende  Figur,  welche  die  Projecfion  auf  die  mit
P  bczeichnete  Fläche  (oo  P  oo)  oder  den  derselben  parallelen
Hauptschnitt  wiedergibt,  zeigt,  wie  gewöhnlich  diese  Verwachsung
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.