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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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K  enngott.

Ebene  durch  den  Krystall  sieht,  so  geht  durch  den  Krystall  eine
gerade  Linie  mm'  hindurch,  welche  durch  materielle  Theilchen  in
ihrer  Lage  bestimmt  wird.  Die  Theilchen  sind,  unter  der  Loupe  betrachtet, ­
  pulverulent.  Diese  Linie  unterscheidet  sich  von  der  neulich
angeführten  durch  die  Lage,  und  dass  sie  in  der  That  nur  eine
Linie  im  Krystall,  nicht  die  Folge  einer  projicirten  Ebene  ist.  Dazu
gehen  noch  in  der  oberen  Hälfte  rund  um  wie  feine  Strahlen  aus,
welche  unter  der  Loupe  nadelförmigen  gebogenen  Kryställchen
gleichen.  Die  Enden  der  Linie  fallen  mit  den  höchsten  Punkten  der
convexen  Endflächen  zusammen.
Mit  dieser  Linie  hängt  auch  ein  optisches  Verhalten  zusammen,
indem  nämlich  der  farblose  Krystall  stellenweise  sehr  blass  weingelb
ist,  und  zwar  bildet  die  gelbe  Färbung  zwei  Segmente,  welche  in
der  Projection  durch  n!  Pin  und  m!  Pn  ausgedrückt  sind.  Die
gezeichnete  Linie  n  n'  bildet  die  Grenze  der  gelben  Färbung  und
sie  tritt  ganz  besonders  hervor,  wenn  man  den  Krystall  auf  eine
weisse  Fläche  legt.  Dabei  zeigen  sich  die  Regenbogenfarben  in
wechselnden  Folgen,  an  der  krummen  Fläche  beginnend  und  fast
parallele  aber  unregelmässige  Curven  darstellend,  und  enden  in  einer
gewissen  Entfernung.  In  der  Figur  sind  dieäussersten  Grenzen  durch
die  beiden  krummen  Linien  angegeben  und  man  sieht  deutlich,  dass
die  Erscheinung  der  Regenbogenfarben  hier  keine  ganz  zufällige  ist.
3.  Gyps:  mit  beweglicher  Luftblase  im  Inneren.
Ein  Gypskrystall  von  Hall  in  Tirol  zeigt  in  seinem  Inneren  einen
unregelmässig  gestalteten  Hohlraum,  welcher  fast  ganz  mit  einem
Fluidum  erfüllt  ist  und  dadurch  eine  bewegliche  Luftblase  erscheinen
lässt.  Desgleichen  ein  farbloser  Krystall  eines  zweiten  Exemplars
von  ebendaher,  worin  die  Flüssigkeit  blassgelb  gefärbt  ist.
Ausser  diesen  Einschlüssen  fand  sich  noch  in  einem  farblosen
Krystalle  von  demselben  Fundorte  Pyrit  in  undeutlichen,  körnigen
Krystalloiden.
4.  Gyps:  Restimmung  des  specifischen  Gewichtes.
Das  specifische  Gewicht  des  Gypses  wurde  an  ausgesuchten  Exemplaren ­
  bestimmt,  und  wie  folgt  gefunden:
1.  )  (2-317
2.  (Farblose  an  beiden  Enden  ausgebildete  Krystalle  J2-314
3.  (von  Tschermig  in  Röhmen,  geordnet  nach  der  Grösse.  i2  •  313
4.  )  (2-316
            
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