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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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Sonnenhitze  lieben,  und  daher  nur  in  den  warmen  Jahreszeiten  auf
den  Gewächsen  von  Blattläusen  leben  und  gedeihen,  so  sind  sowohl
die  Larven  als  die  Käfer  dieser  Art  vorherrschend  nur  im  kühlen
Frühlinge  und  im  Spätherbste,  und  da  auch  nur  unter  strauchartigen
mit  Blattläusen  besetzten  Pflanzen,  gewöhnlich  aber  nur  am  Wermuth
(Absinthium  vulgare)  anzutreffen.
Sie  begatten  sich  auch  nur  im  Verborgenen,  bei  kühler  Witterung ­
  im  Frühlinge  und  Herbst  bei  Tage  unter  diesen  Pflanzen,  unter
welchen  sie  auch  gemeiniglich  den  Winterschlaf  halten.
Ihre  Eier  legen  sie  zu  drei  und  vier  nur  unten  an  die  Stengel
oder  Blätter  der  Pflanzen,  welche  mit  der  grauen,  meistens  flügellosen ­
  Blattlausart  (Aphis  absintlni)  besetzt  sind,  von  welchen  sich
sowohl  Larven  als  Käfer,  ausschliessend  zu  nähren  scheinen,  denn
ich  fand  sie  stets  nur  da  in  beiden  Gestalten  in  Mehrzahl.
Ihre  verschiedenen  Verwandlungs-Perioden  sind  wie  bei  den  anderen ­
  Arten,  nur  mit  dem  Unterschiede,  dass  sie  während  des  Sommers ­
  sich  als  Käfer  meistens  verborgen  hallen,  und  nur  des  Nachts
auf  Nahrung  ausgehen,  auch  da  wenig  in  die  Höhe  oder  ins  Freie
kommen,  weil  die  genannte  Blattlausart  sich  nur  am  Grunde  der
Pflanzen  aufhält.
Zur  Verpuppung  befestigen  sich  die  Larven  acht  bis  zehn  Tage
nach  der  dritten  Häutung,  ebenfalls  am  Grunde  der  Pflanzen  an  einem
der  dickeren  Stengel  mit  den  Hinterfüssen  und  mit  kleberiger  Feuchtigkeit, ­
  und  halten  sich  mit  den  Vorderbeinen  aufwärts  gerichtet  an;
schieben  bei  der  Verwandlung  die  ganze  Larvenhaut  bis  nn  den  letzten ­
  Hinterleibsabschnitt  zurück,  ohne  dass  selbe  abfällt.
Aus  der  Puppe  kommt  der  Käfer  nach  zwölf  bis  vierzehn  Tagen
des  Morgens  zum  Vorschein.
Aus  den  Eiern  entwickeln  sich  aber  die  Larven  gewöhnlich  schon
zwischen  sechs  bis  acht  Tagen.
Beschreibung*.
Die  Eier  sind  lichtcitronengelb,  fast  häutig,  sehr  fein  gerunzelt,
rund  und  stumpf  kegelförmig,  kaum  lang,  am  Grunde  halb  so
dick.
Die  Larve  wird  etwas  über  drei  Linien  lang  und  y 4  so  dick  als
lang,  fast  spindelförmig,  gegen  die  Mitte  am  dicksten:  die  zwölf
Leibesabschnitte  sind  beinahe  gleich  lang,  und  auch  in  der  Dicke  nicht
sehr  verschieden,  citronengelb,  mit  grösstentheils  runden,  schwarzen,
            
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