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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

348

K  a  w  a  li  e  r.

II.  0-216  Öl  gaben  0-6805  Kohlensäure  und  0  •  2224  Wasser.
Oder  in  100  Theilen:
Berechnet.  Gefunden.
SO  Äq.  Kohlenstoff  =300—  86-20—  8S-92
40  „  Wasserstoff  =  40—  11-49—  11-43
1  „  Sauerstoff  =  8—  2-31—  2-65
348  —100-00  —100-  00
Wir  haben  hier  offenbar  Gemenge  von  einem  sauerstofffreien
Öle  mit  einem  sauerstoffhaltigen  vor  uns.  Durch  Destillation  über
wasserfreiePhosphorsäure  werden  die  sauerstoffhaltigen  Öle  zerstört,
das  sauerstofffreie  aber  in  reinem  Zustande  erhalten.
0-124  eines  zwei  Mal  über  Phosphorsäure  destillirten  Öles
gaben  0-4010  Kohlensäure  und  0-133  Wasser,  oder  in  100Theilen:
Berechnet.  Gefunden.
10  Äq.  Kohlenstoff  =60—  88-24—  88-14
8  „  Wasserstoff  =  8—  11-76—  11-85
68—100-00—  99-99
Dasselbe  Harz,  statt  mit  Kalk  der  trockenen  Destillation  unterworfen ­
  zu  werden,  wurde  im  geschmolzenen  Zustande  auf  Natronkalk
getropft,  der  in  einer  im  Ölbade  befindlichen  Retorte  auf  220°  C.
erhitzt  war.  Das  dickflüssige,  fast  farblose  Destillat,  welches  bei
dieser  Operation  übergeht,  wurde  über  geschmolzenem  Chlorcalcium
entwässert.
0-160  des  Öles  gaben  0  •  480  Kohlensäure  und  0  •  1703  Wasser.
Auf  lOOTheile  berechnet,  entspricht  dies  folgender  Zusammensetzung. ­

Berechnet.  Gefunden.
100  Äq.  Kohlenstoff  =600—  81-10—  81-25
84  „  Wasserstoff  =  84—  11-35—  11-75
7  „  Sauerstoff  =  56—  7-55—  7-00
740  —100-00—100 7 Ö0
Offenbar  ist  dieses  Öl  im  reinen  Zustande  ebenfalls  nach  der
Formel  C l0  //§  zusammengesetzt.  Es  lässt  sich  betrachten  als  ein
Gemenge  von  3.(Cm  7/ s )  +  3  (C 10  H a  O)  +  4  (C 10  H s ,  HO)-Der
  Rückstand  der  Destillation  wurde  in  Wasser  geworfen  und
die  entstandene  Lösung  von  dem  unlöslichen  Tlieile  getrennt  und  mit
Salzsäure  versetzt.  Das  hierdurch  gefällte  Harz  wurde  in  verdünnter
Kalilösung  aufgelöst,  die  Flüssigkeit  mit  Thierkohle  behandelt,  davon
            
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