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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Pinus  sylvestris.  345
Die  Analyse  dieser  Substanz,  die  ich  Ceropinsäure  nennen
will,  gab  folgendes  Resultat:
0-2423  bei  gewöhnlicher  Temperatur  im  luftleeren  Raume
getrockneter  Substanz  gaben  0-  660  Kohlensäure  und  0  •  2655  Wasser.
Dies  entspricht  auf  100  Theile  berechnet,  folgender  Zusammensetzung. ­

Berechnet.  Gefunden.
72  Äq.  Kohlenstoff  =432—  74-4—  74-24
68  „  Wasserstoff  =  68—  11-7—  12-17
10  „  Sauerstoff  =  80—  13-9—  13-59
580—100-0  —100-00
Ein  Rarytsalz  der  Ceropinsäure  wurde  in  der  Weise  dargestellt,
dass  eine  weingeistige  Lösung  derselben  heiss  mit  essigsaurem  Raryt
versetzt  wurde.  Nach  dem  Erkalten  wurde  der  Niederschlag  auf  einem
Filter  gesammelt,  mit  wasserhaltigem,  kaltem  Alkohol  gewaschen  und
im  Vacuo  getrocknet.
0-2429  Salz  gaben  0-5836  Kohlensäure  und  0-2260  Wasser.
0-1345  „  „  0-235  schwefelsauren  Raryt.
Dies  entspricht  folgender  procentischen  Zusammensetzung:
Berechnet.  Gefunden,
72  Äq.  Kohlenstoff  =432-000—  65-80—  65-50
68  „  Wasserstoff  =  68-000—  10-36—  10-33
10  „  Sauerstoff  =  80-000—  12-19—  12-65
1  „  Baryumoxyd  =  76-533—  11-65—  11-52
656-533  —100-00  —100-00
Die  Zusammensetzung  der  Ceropinsäure  und  ihres  Barytsalzes
wird  daher  durch  die  Formeln
C 36  // 34  O r>  und  2  (C 3G  // 3 *  0 5 )  +/?«0
ausgedrückt.  Diese  Säure  unterscheidet  sich  hiermit  in  ihrer  Zusammensetzung ­
  von  der  Ela'idinsäure  oder  Ölsäure  durch  einen  Mehrgehalt ­
  von  1  Äq.  Sauerstoff
CzsJHßOj  +  0  =
Ela'idinsäure  (nach  Gottlieb).  Ceropinsäure.
Die  weingeistige  Flüssigkeit,  welche  von  dem  unreinen  ceropinsauren
  Bleioxyd  abfiltrirt  worden  war,  wurde  mit  Schwefelwasserstoff
zur  Entfernung  des  Bleies  behandelt  und  vom  gefällten  Schwefelblei
abfiltrirt.  Dieses  nimmt  das  Chlorophyll  in  sich  auf,  so  dass  die
            
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