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Ilochleder und Schwarz..
Fremy stellte Versuche zur Ausmittelung der Zusammensetzung des
Saponin an. Die von ihm hei der Analyse erhaltenen Zahlen stimmen
mit der Formel C a6 H 2i 0 16 oder C a4 H 2i O lb die, wie wir später
zeigen werden, noch ein Äquivalent Wasser mehr enthält, als in
dem bei 100° C. getrockneten Saponin enthalten ist. Fremy fand
ferner in den Früchten der Rosskastanie eine Substanz die in Wasser
leicht, in Weingeist um so schwerer löslich war, als dieser weniger
Wasser enthielt, die sich in Äther nicht löste, deren wässerige Lösung
stark schäumte und durch Erwärmen bei Gegenwart von Säuren
in eine Säure überging, die in Wasser unlöslich ist und sich in Form
von weissen Flocken ausscheidet. Diese Säure, welche nach Fremy
mit Alkalien krystallisirte Salze gibt, und sich auch bei Einwirkung
von Alkalien auf den Stoff der Rosskastanien bildet, hat er Äsculinsäure
genannt. Da die Löslichkeitsverhältnisse des Saponins in
Wasser, Alkohol und Äther dieselben sind, wie bei dem Stoffe der
Rosskastanien, da ferner die wässerige, schäumende Lösung des
Saponin heim Erhitzen nach Zusatz einer Mineralsäure ebenfalls
unter Ausscheidung weisser Flocken zersetzt wird, hat Fremy
den Stoff der Rosskastanienfrüchte für identisch mit dem Saponin
erklärt. Der Äsculinsäure gibt Fremy die Formel
c 5ä «46 0 34 = 2.(C lf ^4 016 — 0 a ) — 04
Saponin.
Da es uns nicht gelang, aus dem Saponin eine Säure von den Eigenschaften
der Äsculinsäre von Fremy darzustellen, so ist entweder
der Stoff der Rosskastanien nicht Saponin oder die Angaben über die
Äsculinsäure müssten unrichtig sein, was erst durch eine Untersuchung
der Rosskastanien ausgemittelt werden kann.
Das Saponin wurde später auch in der Wurzel von Gypsophila
fastigiata L.. G. altissima L., und G. acutifolia Fisch, nacligewiesen.
M a 1 a p e r t fand Saponin in Dianthus caryophyllus L.,
D. Cart.husianorum L., D. Caesius L., D. prolifer L., in Silane
influta L., in allen Theilen von Silene nutans L. mit Ausnahme
des Samens, in Lychnis calcedonica L., Lychnis /los Cuculi L.
und der Wurzel von Lychnis vespcrtina Sibth., ebenso in der
Wurzel und den Samen von Agrostemma Githago L. In der Rinde
von Quillaja Saponaria ist nach Le Reuf eine grosse Menge von
Saponin enthalten. In Anagallis arvensis L. und A. coerulea
Schreb. ist nach den Versuchen von Malapert ebenfalls Saponin