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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  fossile  Fische  aus  Chiavon.

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gewöhnlich  einige  vom  Steine  abgesprungen  sind  und  auf  demselben
die  Eindrücke  zarter,  aber  nicht  zahlreicher  concentrischer  Kreise
hinterlassen.  Die  Oberfläche  der  Schuppe  wird  von  äusserst  feinen,
kaum  bemerkbaren  aber  dicht  neben  einander  liegenden  Querlinien
gleichsam  guillochirt,  nur  an  dem  hinteren  unbedeckten  Theile  derselben ­
  zeigen  sich  die  concentrischen  Kreise  allein.  Diese  Textur,
welche  mit  der  an  Alausavulgaris  vorkommenden  vollkommen  übereinstimmt, ­
  sich  von  jener  ähnlichen  an  Meletta-Arten  aber,  durch
die  Anzahl  und  Beschaffenheit  der  Querfurchen,  wesentlich  unterscheidet, ­
  lässt  sich  hie  und  da,  auf  den  von  Dornfortsätzen,  Strahlenträgern, ­
  Rippen  und  Kielrippen  zerdrückten  Schuppen  obigen
Exemplares  selbst  ebenfalls  noch  erkennen.
Länge  des  Bruchstückes  2"  9"'.  Höbe  des  Körpers  1"  11"'.
Clupea  breviceps.  Heck.
Mit  Clupeen  waren,  seit  der  tertiären  Periode  die  Gewässer
unserer  Erde  reichlich  versehen  und  so  wie  heute,  war  auch  schon
damals  die  Anzahl  der  Individuen  im  Verhältnisse  zu  jener  der  Arten,
sehr  gross.  Die  Schichten  von  Chiavon  liefern  uns  hiervon  ein  neues
Beispiel.  Demungeachtet  liegt  mir  nur  ein  einziges  ganz  erhaltenes
Exemplar  der  gegenwärtigen  Art  zur  Beschreibung  vor,  es  ist,  gleich
den  einzelnen  Fragmenten  anderer  Individuen,  mit  seinen  nicht  sehr
zarten,  zwischen  Rippen  ,  Dornfortsätzen  und  Strahlenträgern  hineingepressten ­
  Schuppen  so  dicht  bedeckt,  dass  sich  ausser  der  Wirbelsäule ­
  selbst,  von  diesen  kaum  etwas  wahrnehmen  lässt.
Mit  Clupea  macropoma  Agass.  V,  PI.  37,  Fig.  3,  4,  verglichen ­
  fällt  nebst  der  Kürze  des  Kopfes,  vorzüglich  die,  von  allen  bekannten ­
  fossilen  Clupeen  abweichende  Körperform  auf;  denn  die
Höhe  derselben,  welche,  so  wie  die  Kopflänge  3y 3 mal  in  der  ganzen
Bischlänge  (ohne  die  Schwanzflosse)  enthalten  ist,  bleibt  sich  vom
Schultergürtel  bis  zu  der  Afterflosse  durchaus  gleich;  und  das
Kopfprofil  stellt  ein  gleichseitiges  Dreieck  dar,  während  es  an  Clupea ­
  macropoma  etwas  gestreckter  ist.  Das  Auge  ist  klein  und  liegt
koch  an  der  etwas  breiten  Stirne.  Die  ganze  Wirbelsäule  besteht
höchstens  nur  aus  35  Wirbeln,  deren  Länge  und  Höhe  sich  gleichen.
Hie  Rückenflosse  ist  in  Gestalt  und  Stellung  kaum  von  jener  des  Bolcakisches
  verschieden,  allein  die  Afterflosse  beginnt  weiter  vorne  und
Sitab.  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI.  Bd.  II.  Hft.

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