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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  fossile  Fische  aus  Chiavon.

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sowohl  oben  als  unten  beinahe  geradlinig  und  die  Schilder,  welche
den  geraden  Theil  der  Seitenlinie  bedecken,  sind  viel  breiter;  denn
die  grössten  erreichen  beinahe  ein  Drittheil  der  grössten  Körperhöhe.
Es  liegen  deren  25  dicht  an  einander  gedrängt,  von  hinten  nach  vorwärts ­
  gezählt,  da  jedoch  die  vordersten  noch  ziemlich  gross  sind,
so  dürfte  der  Anfang  dieser  Schilderreihe  hier  fehlen.  Die  erste
Rückenflosse  enthält  8  Stachelstrahlen  und  vor  ihr  einen  schwachen,
liegenden  Dorn.  Die  zweite  Rückenflosse  besteht  wje  an  Caranx
macrophthalmus  aus  einem  Stachelstrahl  und  2G  gethcilten.  Der
Afterflosse  sitzen  nur  wenig  abgetrennt  zwei  starke  Stachelstrahlen ­
  voran,  worauf  ein  schwächerer  aber  längerer  mit  25  getheilten
Strahlen  folgt.
Die  Wirbelsäule  besteht  aus  24  etwas  schwachen  Wirbelkörpern, ­
  deren  10  dem  Bauch-  und  14,  sämmtlich  von  den  starken
Schildern  der  Seitenlinie  bedeckt,  dem  Schwanzantheile  zugehören.
Unter  diesen  lassen  fünf,  die  nebst  jenen  Schildern  abgesprungen
sind,  die  Gestalt  der  letzteren  durch  den  Eindruck  im  Steine  vortrefflich ­
  erkennen.  Die  Dornfortsätze  sind  zart,  die  oberen,  mit  Ausnahme ­
  der  ersten  6—7,  welche  durch  einen  zufälligen  Eindruck  der
noch  weich  gewesenen  Steinmasse  etwas  geneigt  sind,  stehen  in
senkrechter  Richtung  auf  der  Längenaxe  des  Fisches  und  zugleich
auch  der  Wirbelsäulenlinie,  die  unteren  dagegen  sind  ziemlich  stark
nach  rückwärts  gewendet.  Acht  Paare  dünner  Rippen  reichen  lang
gestreckt  bis  zum  Bauchkiele  herab.  Die  Augenhöhle  ist  wie  an
den  lebenden  Species  auffallend  gross,  und  liegt  beinahe  an  der
Stirnlinie.  Die  Schuppen  sind  gleichfalls  sehr  klein  und  an  der  Flossenbasis ­
  steht  eine  einfache  Reihe  aus  grösseren  gebildet,  auch  die
Gestalt  der  Flossen  selbst,  von  welchen  jedoch  die  Brust-  und
Schwanzflosse  nur  an  ihrer  Basis  erhalten  sind,  ist  nicht  verschieden. ­

Ein  Exemplar  ohne  die  Schwanzflosse  4  Zoll  lang.
Alausa  latissiina.  Heck.
Von  diesem  durch  seinen  sehr  breiten,  oder  vielmehr  hohen
Körper  ausgezeichneten  Clupeiden  liegt  mir  nur  der  Vordertheil  des
Kumpfes  mit  dem  Kopfe  zur  Ansicht  vor  und  da  keines  jener  charakteristischen ­
  Merkmale  daran  nachweisbar  ist,  durch  welche  die
natürliche  Familie  derClupeen  in  verschiedene  kleinere  Abtheilungen
            
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