Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

328

Heckei.

Arten  beider  Gattungen,  obschon  zwei  ganz  verschiedenen  Familien
angehörig,  einander  schon  so  ähnlich,  dass  bei  fossilen  Resten  eine
Gattungsverwechslung'  um  so  leichter  möglich  wäre.  Die  gute  Erhaltung ­
  dieser,  aus  den  neu  eröffneten  Gräbern  einer  Vorwelt  nun
zum  ersten  Male  aufgetauchten  Species  gewährt  jedoch  die  vollste
Sicherheit  über  die  Stellung,  welche  ihr  unter  den  Verwandten  der
heutigen  Fischwelt  angewiesen  werden  muss.  Zwar  lassen  sich
weder  Zähne  noch  Jochbeinplatten  an  ihr  mehr  unterscheiden,  allein
schon  die  Stellung  der  Dornfortsätze  am  Anfänge  und  nicht  in  der
Mitte  jedes  Wirbels  spricht  deutlich  für  den  Maeniden.  Der  erste
Träger  im  Anfänge  der  Afterflosse  ist  einfach  stärker  als  die  nachfolgenden ­
  und  ohne  jenen  in  die  Bauchhöhle  vorgeschobenen  flügelförmigen ­
  Fortsatz  an  seiner  Basis.  Die  Strahlenanzahl  in  der  Afterflosse,
welche  sich  hei  Equula  von  14  bis  auf  22  herausstellt  und  an  Gerres-Arten
  nur  10  bis  12  erreicht,  beläuft  sich  hier  auf  11  und  endlich ­
  sind  es  die  grossen,  runden  Schuppen  mit  ihren  starken  die
bedeckte  Fläche  nach  vorwärts  durchfurchenden  Radien,  welche
zwischen  diesen  beiden  Gattungen  ebenfalls  für  die  oben  angesetzte
entscheiden.
Unter  den  jetzt  lebenden  Arten  nähern  sich  die  Gestalten  des
Gerres  lucidus  und  punctatus  Cuv.  Val.  auflallend  jener  unserer
fossilen  Art,  deren  grösste  Höhe  die  Kopflänge  übertrifft  und  2 1 / 3 mal
in  der  ganzen  Körperlänge  (ohne  Schwanzflosse)  enthalten  ist.  Die
Augenhöhle  ist  ziemlich  gross,  der  Stiel  des  Zwischenkiefers  länger
als  der  den  Mundrand  bildende  Tlieil.  Die  Wirbelsäule  bestellt  aus
23  Wirbeln,  deren  9  dem  Bauch-  und  14  dem  Schwanzantheile
zugehören.  Die  oberen  Dornfortsätze  der  ersten  Bauchwirbel  sind
selir  kurz,  verlängern  sich  aber  allmählich  bis  zum  sechsten,  der  */,
der  grössten  Körperhöhe  erreicht;  die  unteren  Dornfortsätze  sind
etwas  länger  als  die  entsprechenden  oberen  und  beide  nehmen  gegen
die  Wirbelsäule  eine  etwas  rückwärts  geneigte  Stellung  ein.  Sieben
Paare  schlanker  Rippen,  auf  nach  hintenzu  allmählich  verlängerten
Wirbelbögen  angeheftet,  umfassen  die  oberen  zwei  Drittheile  der
Bauchhöhle.  Die  Rückenflosse  beginnt  über  dem  Schultergürtel  und
enthält  9  starke  Stachelstrahlen,  die,  auf  einer  gleichen  Anzahl  starker ­
  Träger  ruhend,  die  Hälfte  der  ganzen  Flossenbasis  einnehmen.
Der  erste  Strahl  ist  sehr  kurz,  der  zweite  und  zugleich  längste,
erreicht  eine  halbe  Körperhöhe,  die  nachfolgenden  werden  allmählich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.