Über fossile Fische aus Chiavon.
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Das massig grosse Auge liegt oben unter der höchsten Wölbung der
stark gebogenen Stirne, von der Nasenspitze und dem hinteren Kiemendeckelrande
gleich weit entfernt. Die Mundspalte ist ein wenig
schief abwärts gezogen und reicht bis unter die Mitte des Auges.
Die Rückenflossenbasis nimmt eine halbe der oben verstandenen
Fisclilänge ein und der aus zehn Strahlen bestehende stachlige Theil
ist nieder und kaum durch eine seichte Einbiegung seines Randes,
von dem nachfolgenden, einen Stachelstrahl und acht getheilte Strahlen
enthaltenden, geschieden. Die kurze Afterflosse, deren Basis
nur ein Viertheil der Rückenflossenlänge enthält, sitzt unter dem
weichstrahligen Theile der letzteren und besteht bloss aus 3 Stachelstrahlen
mit sechs getheilten weichen Strahlen; der zweite Stachelstrahl
ist aber vorzüglich stark und etwas nach rückwärts gekrümmt.
Die Bauchflossen würden zurückgelegt den Anfang der Afterflosse
erreichen. Der Schwanz ist kaum etwas ausgebuchtet. 8 Rauchund
13 Schwanzwirbel bilden die Wirbelsäule; sämmtliche oberen
Dornfortsätze, mit Ausnahme der hintersten, stehen senkrecht auf
der Wirbelsäule, die unteren dagegen neigen sieb sebief nach rückwärts,
sie haben daher eine, rücksicbtlich jener der vorhergehenden
Art, ganz entgegengesetzte Richtung. Die Schuppen sind klein.
Ein Exemplar 16"' lang.
Smcrdis minutus. Agass.
Von vier Exemplaren, die mir bis jetzt vorliegen, ist zwar keines
vollständig erhalten, nach einer genauen Vergleichung stimmen
sie jedoch mit der Beschreibung und Abbildung in den Poissons
fossiles, wie mit den am Museum befindlichen schönen Exemplaren
aus Aix selbst, so vollkommen überein, dass über die Identität der
Species kein Zweifel herrschen kann. Der angeführten vortrefflichen
Beschreibung erlaube ich mir bloss binzuzufügen, dass sowohl an den
drei Exemplaren aus Frankreich, als an unseren aus Chiavon, die
Zähuehmg an dem unteren wagrechten Theile des Vordeckelrandes
nach rückwärts gerichtet sei.
Gerres Massalongii. Heek.
In den vorliegenden Exemplaren wird man auf den ersten Blick
leicht einen Staehelflosser erkennen, der sich entweder der Gattung
Equula oder Gerres anreihen muss. Es sehen sich aber die lebenden