Über fossile Fische aus Chiavon.
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Die blattförmigen Schuppen werden meistens von einem oder mehreren
parallel laufenden Kielen der Länge nach durchzogen. Diese
Kiele bilden an dem hinteren Schuppenrande eben so viele scharfe
Spitzen und sind niemals gespalten. Unsere fossilen Schuppen sind
ebenfalls blattförmig und zwar dem Pique auf den Spielkarten ähnlich,
nur mit dem breiteren (jedoch stiellosen) Rande rückwärts gewendet
und am entgegengesetzten stumpfer. Sie werden von einem
stärkeren Mittelkiele und zwei kürzeren diesem parallel laufenden
Seitenkielen der Länge nach durchzogen, alle drei Kiele sind aber
vor ihrem Ende gespalten und bilden so drei scharfe über den
Schuppenrand kurz hervorragende Doppelspitzen.
Da mir nun diese Spaltung der Schuppenkiele unter keiner bekannten
Gattung nachweisbar war, folglich auch der Squalide, dem sie
angehört hatten, in keine derselben füglich einzureihen war, so zog
ich es vor, denselben einstweilen nach diesem, obschon einzelnen,
aber durchgreifenden Charakter, unter einer eigenen Gattung aufzufiihren,
welche ebenso wie die bei Müller und Henle vorkommenden:
Scoliodon, Aprion, Prionodon als eine blosse Untergattung von
Carckarias betrachtet werden mag.
Smer«lis analis. Heck.
Selten sind sämmtliche Charaktere, auf welche Agassiz die
Gattung Smerdis gründete, so vollständig erhalten, als gerade hier
an dein mir vorliegenden Exemplare, doch ist es nicht die erste
Juchbeinplatte allein, welche gezähnelt ist, auch an dem Rande der
zweiten, unter der Augenhöhle liegenden, lässt diese zarte Zähnelung
vollkommen deutlich sich wahrnehmen. Die Zähnelung des Vordeckelrandes
ist stärker, die einzelnen Zähne am verticalen Theile desselben
richten sich etwas nach aufwärts, verschwinden beinahe am
Winkel und wenden sich dann am horizontalen Rande vorwärts, wie
an Smerdis micracanthus Agass. oder an den lebenden Plectropoma
Arten.
Der Körper unserer neuen Art ist gestreckt, seine Höhe, die
von der Kopflänge etwas übertroffen wird, dreimal in der ganzen
Länge (ohne die Schwanzflosse) enthalten. Das grosse Auge liegt
hoch an der Stirne, dem Hinterhaupte weit näher als der Nasenspitze.
Der den oberen Mundrand bildende Zwischenkiefer ist ziemlich breit
und nebst dem Unterkiefer mit kaum bemerkbar kleinen konischen