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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Nachweis  gegen  Hyrtl  und  Stannius.

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Dafür  spricht  der  Satz:  „Cest  probahlement  ä  cause  de  cette
jiarticularite  etc.,  que  la  queue  des  lezards  rompt  si  facilement.“
Die  Bemerkung  aber,  die  C  u  v  i  e  r  über  das  ursächliche  Zustandekommen ­
  dieser  leichten  Brüchigkeit  auf  Grundlage  des  anatomischen
Befundes  der  Quertheilung  macht,  ist  eine  durch  ihre  Einfachheit
wie  Wahrheit  gleich  feine;  sie  ist  von  Hyrtl  nicht  gemacht  worden. ­
  Cu  vier  argumentirt  nämlich:  die  zwei  Hälften  des  Wirbels
„se  separent  fort  aisement,  plus  aisement  meme  de  beaucoup,  que  ne
feraient  deux  vertebres  ä  l’endroit  de  leur  articulation  ....  siehe
oben  bis...  .les  tendons  environnans.“  —
Herr  Professor  Hyrtl  hat  also  das  Factum  der  normalen  Quertheilung ­
  an  den  Caudalwirbeln  der  Saurier  nicht  entdeckt,  sondern ­
  nur,  in  Ni  chtberücksichtigung  des  Grundwerkes
über  jeden  osteologischen  Gegenstand,  der  Recherclies
  sur  les  ossemens  fossiles  von  G.  Cuvier,  zu  entdecken ­
  geglaubt;  er  hat  aber  die  Detailkenntnisse  über  dieses
Factum  wesentlich  durch  seine  speciellen  Mittheilungen  bereichert.
B.  Hr.  Prof.  Stannius  in  Rostock  beschreibt  (1846)  in  seiner
„Vergleichenden  Anatomie  der  Wirbelthiere“  S.  136,  knorpelige
Fortsätze  der  Krokodil-Rippen,  welche,  den  bekannten  Processus ­
  uneinati  der  Vögel  analog  „an  den  Verbindungsstellen  der
Rippen  mit  ihren  Knorpeln“  sich  finden,  und  fügt  in  einer  Anmerkung ­
  (ibid.  6)  hinzu:
„Ich  fand  diese  bisher  übersehenen  und  sonst  nur  den
Vögeln  eigenthümlichen  Fortsätze  zuerst  bei  Champsa  lucius,  später
aber  —  etc.“
Diese  knorpeligen  Appendices  der  Krokodil-Rippen,  sowie  deren
Analogie  mit  den  Processus  uneinati  der  Yogelrippen,  sind  eben  so
wenig  bisher,  d.  h.  bis  auf  Stanniqs,  übersehen  worden,
wie  die  Quertheilung  an  den  Caudalwirbeln  der  Saurier.
Georg  C  uvier  lehrt  in  den  Recherches  sur  les  Ossemens  fossiles, ­
  Edit.  IV.,  8'°.,  Tome  IX,  Pag.  200,  bei  der  detaillirten  Schilde-■’ung
  des  Krokodil-Skeletes:
»Les  six  cotes,  qui  suivent  la  troisieme,  ont  vers  le  bas  de
leur  partie  osseuse,  au  bord  posterieur,  un  appendice  cartilagincux,
qui  rapeile  Vapophyse  recurrente  des  cotes  des  oiseaux  etc.“  —
Man  ersieht  aus  diesen  beiden  Nachweisen  (rl  und  B),  dass
einem  Forscher  in  Osteologicis  nicht  genug  dringend  die  sorgfäl-
            
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