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H a i d i u g er. Die Austheilung
Oberflächenfarben;
a Speisgelb bis goldgelb,
b Pistazien-goldgrün,
c Farblos,
Körperfarben:
a! Violett.
b' Dunkelblutroth.
d Gelblicbweiss.
Man sieht, dass die Töne sehr schön dem früher entwickelten<)
wenigstens in einer gewissen Weite allgemeinen Gesetze sich fügen,
dass die Farben des zurückgeworfenen Lichtes den Farben des
durcbgelassenen complementär sind.
2. Farben bei wachsenden Einfallswinkeln.
Man untersucht die Zurückstrahlung von den wie immer gestellten
spiegelnden Flächen, von dem möglichst kleinsten Einfallswinkel
beginnend, und fortschreitend bis der Einfallswinkel nahe 90° erreicht.
Das obere ordinäre Bild der dichroskopischen Loupe enthält
von der ersten Lage an bis zuletzt, einen einzigen Farbenton, dem
sich nur weisses polarisirtes Licht in immer grösserer Menge beimischt,
bis zuletzt nur Weiss übrig ist. Im unteren, extraordinären
Bilde erscheinen aber fort und fort andere Farben, und zwar stets in
der Farbenordnung des Spectrums, von Both gegen Violett fortschreitend,
wmbei der in der Lage eben sichtbare Farbenton den
Anfangspunct bildet.
Die Murexidkrystalle in der Längenstellung betrachtet, sowohl
auf der breiten, als auf den schmalen Flächen, beginnen im extraordinären
Bilde bei möglichst senkrechtem Lichteinfall mit dem speisgelben,
nahe goldgelben Ton, dann folgen sich die Töne: Pistazien-goldgrün,
Grasgrün, Spangrün, Stahlgrün, Stahlblau, Spur von Violett,
Weiss 3 ). Auf der breiten Fläche ist das obere Bild in der ersten
Lage schon pistazien-goldgrün, aber das untere nimmt bald den ganz
gleichen Farbenton an, und bei grösserer Neigung wird das erstere
nur immer lichter, bis es unmittelbar in Weiss übergebt. Auf der
schmalen Fläche ist das obere Bild unter jeden Einfallswinkel farblos.
In der Querstellung findet Ähnliches Statt. Die breite Fläche, deren
0 zwischen spcisgelb und goldgelb ist, geht für dieses bei grossem
Einfallswinkeln unmittelbar in Weiss über, während E ursprünglich
schon pistazien-goldgrün, dem Weiss durch die blaue Seite des
1 ) Über den Zusammenhang der Körperfarben und der Oberflächenfarben.
Sitzungsberichte 1852. VIII. Bd. S. 97.
i ) Vergl. Sitzungsberichte 1. c. für aufpolirte Flächen.