Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

der  Oberflächenfarben  am  Murexid.

311

Anlaufen  unterworfen,  wovon  ich  mich  durch  Vergleichung  der
früher  untersuchten  Krystalle  überzeugte,  und  fällt  dann  ebenfalls
in  das  Grüne.  Auch  hatte  ich  die  Farbentöne  etwas  verschieden  zu
deuten  versucht.
Auf  der  Base  erscheinen  die  zwei  Töne,  das  metallische  Pistazien-Goldgrün,
  und  das  farblose,  polarisirt  so  wie  es  in  der  Zeichnung ­
  vorliegt.
Ich  liess  es  mir  angelegen  sein,  auch  in  Bezug  auf  die  Körperfarben ­
  des  Murexids  einige  neuere  Erfahrungen  zu  sammeln.
Sie  stimmen  auf  das  Genaueste  mit  den  Ergebnissen  der  Beobachtung
der  Oberflächenfarben  überein.
Schon  in  den  früheren  Mittheilungen  war  angegeben,  dass  für
die  breite  metallisch-grüne  Fläche,  das  in  der  Richtung  der  Axe
polarisirte  Bild  selbst  bei  sehr  dünnen  Krystallen  nicht  anders  als
vollkommen  undurchsichtig  beobachtet  werden  konnte,  während
das  senkrecht  auf  die  Axe  polarisirte  Bild  ein  sehr  schönes  Violblau
zeigt.  Bei  mehreren  neuen  Ernten  von  Krystallen  konnte  ich  auch  hei
starker  Vergrösserung  keine  Farbe  in  dem  in  der  Richtung  der  Axe
polarisirten  Bilde  erkennen.  Aus  der  Farbe  des  Pulvers  jedoch  lässt
sich  auf  ein  dunkles  in  Violett  geneigtes  Blutroth  schliessen.
Dünne  Blättchen  zwischen  den  schmalen  Flächen  zeigten  bei
starker  Vergrösserung  das  obere  in  der  Richtung  der  Axe  polarisirte
Uild  blutroth  und  viel  heller  als  das  untere,  welches  noch  völlig
undurchsichtig  war.  Erst  hei  so  dünnen  Krystallen,  dass  das  obere
flild  nur  mehr  blass-gelblichweiss  war,  zeigte  sich  das  untere  senkrecht ­
  auf  die  Axe  polarisirte  Bild  von  dem  schönsten,  reinsten
Violblau.
Die  Farbentöne  im  durchfallenden  Licht  oder  die  Körperfarben
reihen  sich  demnach  wie  folgt,  wobei  der  jeder  Axe  der  Oberflächenfarbe ­
  entsprechende  Ton  mit  den  gleichen  Buchstaben  bezeichnet  ist.
Farbe  der  Axe  a!  Violblau  mittlerer
n  „  Längsdiagonale  b'  .blutroth  dunkelster
»  „  Querdiagonale  d  .  .blass-gelblichweiss  )
bis  blutroth  j helIster
Stellt  man  die  Farbentöne  der  Oberflächenfarben  und  der  Körperfarben ­
  einander  gegenüber,  und  zwar  von  den  letztem  nur  die
allerdünnsten  Blättchen,  so  erhält  man  folgendes  Bild:
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.