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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Hai  ding  er.  Die  Austheilung

hohem  Graden  des  Glanzes  mit  Diamantglanz.
Eben  so  unter  der  Loupe.  Eine  schief  gegen  beide
geneigte  Fläche  n  ist  ebenfalls  grünlich  metallisch, ­
  doch  keineswegs  sehr  vollkommen,  vielmehr ­
  sticht  hier  wie  bei  s  mehr  der  dunkelrothe
Ton  der  Körperfarbe  vor.
Herr  J.  Schabus  fand  den  Winkel  zwischen
den  Flächen  r  und  s  nahe  =  90°,  den  von  n  gegen ­
  r  etwa  106°,  den  von  einer  schmalen  Fläche,
welche  die  scharfe  Kante  zwischen  n  und  der  r  gegenüberliegenden ­
  Fläche  hinwegnimmt,  gegen  r  ebenfalls  =  90°.  Parallel  der
grünglänzenden  Fläche  r  fand  er  deutliche  Theilbarkeit.
Auf  einem  Querbruch  konnte  ich  nun  doch,  ungeachtet  der
Kleinheit,  deutlich  auch  die  Erscheinungen  senkrecht  auf  die  Axen
sehen,  und  überhaupt  folgende  Thatsachen  feststellen.
1.  Farben  bei  nahe  senkrechtem  Licht-Einfall.
Axenfarbe  a:  Metallisch;  zwischen  speisgelb  und  goldgelb.
Farbe  der  Längsdiagonale  b:  Metallisch;  pistazien-goldgrün.
Farbe  der  Querdiagonale  c:  Nichtmetallisch  weiss,  oder  vielmehr ­
  eine  farblose  Zurückstrahlung  von  blossein  Glasglanz. ­

Man  untersucht  nämlich  die  Zurückstrahlung  durch  die  dicliroskopische
  Loupe,  und  zwar  genügt  es  vollständig,  wenn  man  die
Loupe  vor  das  linke  Auge  hält,  und  den  Rücken  gegen  das  Licht
gewendet,  dieses  Licht  links  vom  Kopfe  her  auf  denKrystall  einfallen
zu  lassen,  was  einem  Einfallswinkel  von  etwa  1S°  entspricht.  Dreht
man  den  Krystall  in  der  oben,  Fig.  2  und  Fig.  3,  gezeichneten  Stellung ­
  um  die  Axe  a,  vor  der  dichroskopischen  Loupe,  so  erscheint
die  breite  und  die  schmale  Fläche  in  dem  untern  extraordinären  Bilde
von  der  gänzlich  gleichen,  schönen,  goldgelben,  in  das  Speisgelhe
geneigten  Farbe,  während  das  obere  ordinäre  Bild  von  pistaziengoldgrün ­
  auf  der  breiten,  zu  farblos  auf  der  schmalen  Fläche
wechselt.
Bei  früheren  Untersuchungen  schien  mir  die  Verschiedenheit
der  beiden  metallischen  Töne  nicht  so  gross,  als  nun  bei  den  wiederholten ­
  Untersuchungen  der  neuen  doch  etwas  grösseren  Krystalle.
Aber  die  zwischen  gold-  und  speisgelb  liegende  Farbe  ist  etwas  dem

Figur  3.
            
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