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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

der  Oberfliichenfarben  am  Murexid.

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entgehen,  aber  es  war  mir  nicht  gelungen  irgend  einen  Anhaltspunet.
für  ein  Gesetz  des  Zusammenhanges  zu  finden,  wie  es  auch  daselbst
bereits  ausdrücklich  bemerkt  ist:  „Die  Krystalle,  die  ich  untersuchen ­
  konnte,  waren  so  klein,  dass  es  mir  nicht  gelungen  ist,
„die  Erscheinungen  zu  beobachten,  welche  auf  der  dritten,  auf  den
„beiden  beschriebenen,  senkrecht  stehenden  Fläche  oder  der  Base,
„stattfinden,  und  die  man  unmittelbar  kennen  muss,  um  eine  zusammenhängende ­
  Darstellung  des  ganzen  Phänomens  für  die  Krystall-„Individuen
  zu  entwerfen.  Es  würden  sich  vielleicht  Beziehungen,
„ähnlich  denen  heraussteilen,  welche  für  die  durch  Transmission
„trichromatischen  Krystalle  gelten.“
Seitdem  habe  ich  immer  nach  grösseren  Murexid-Krystallen
mich  ungesehen,  aber  erst  vor  wenigen  Tagen  erhielt  ich  von  meinem
hochverehrten  Freunde  Hrn.  Dr.  Bagsky  die  ersten,  und  er  hatte
sie  auf  meine  Bitte  darzustellen  unternommen,  an  welchen  es  gelang
die  damals  als  wünschenswert  bezeichnete  Beobachtung  auf  einem
glänzenden  Querbruche  anzustellen,  die  es  nun,  nebst  der  genauem
Untersuchung  aller  übrigen  Farbenverhältnisse,  als  unzweifelhaft
darstellte,  dass  in  den  Krystallen,  welche  in  Bezug  auf  Oberilächenfarbe
  als  trichromatisch  bezeichnet  werden  können,  bei
trichromatischen  Krystallen  durch  Beflexion  genau
dasselbe  Gesetz  gilt,  wie  bei  den  trichromatischen
Krystallen  durch  Transmission,  nämlich  dass  die  Farbentöne ­
  nach  den  drei  senkrecht  aufeinander  stehenden  Elasticitäts-Axen
vertheilt  sind.

Die
bedürfen
Figur  2.

in  meiner  frühem  Mittheilung  verzeichneten  Beobachtungen
nun  hier  zuerst  einer  genauem  Bevision.  Im  Allgemeinen
dem  Gegenstände  entsprechend  tragen  sie  aber  doch  sehr
das  Gepräge  erster  Versuche,  die  nur  hier  etwas  weiter
geführt  werden,  da  seitdem  mancherlei  andere  Beobachtungen ­
  und  Vergleichungen  angestellt  wurden,  aber  die
selbst  wieder  noch  gar  Manches  zu  wünschen  übrig  lassen.
Die  neuen  Krystalle  von  Murexid,  vom  Hrn.  Dr.
Ragsky  ganz  frisch  bereitet,  sind  etwa  drei  Linien  lang,
aber  nur  etwa  ein  Zehntheil  einer  Linie  breit,  und  noch
etwa  um  die  Hälfte  dünner.  Die  breite  Fläche  erscheint
dem  blossen  Auge  metallisch  pistazien  -  goldgrün,  die
schmälere  s  unvollkommen  metallisch  speisgelb,  bei
            
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