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Hai ding er. Die Austheilung
Diese Bezeichnung wird nun in jeder Beziehung noch trollender
weil, wie ich noch später gerade aus der Verkeilung der Farben
die Fresnel’sche Annahme beweisen konnte, die Schwingungen
des Lichtäthers in der Richtung dieser Axen stattfinden 4 ).
Ein zweiter Farbenton erscheint rings um die Linie b, senkrecht
auf dieselbe polarisirt, die Farbe der Längsdiagonale b,
ein dritter rundherum senkrecht auf die Linie c polarisirt, die
Farbe der Querdiagonale c. Diese drei Töne sind die eigentlichen
Elemente der Farben der tricbromatischen Krystalle. Im
gewöhnlichen Lichte erscheinen sie mit dem jedesmal senkrecht
darauf polarisirten Ton gemengt, und bringen gleichzeitig die eben
wahrnehmbare Erscheinung ins Auge hervor, vorausgesetzt, dass
nicht bei der gerade vorliegenden Dicke der eine Strahl bereits
gänzlich absorbirt wäre, wie dies beim Andalusit, Cordierit, Herapathit,
oxalsaurem Platinoxydul, und anderen der Fall ist.
Dass bei aufrechter Stellung irgend einer der drei senkrecht auf
einander stehenden Elasticitäts-Axen gerade der senkrecht auf diese
Axe polarisirte, also der extraordinär gebrochene Strahl rundherum
constant gefärbt sei, bezieht diesen auf die Gesammtwirkung der
beiden optischen Axen, die sich in den drei Ebenen, aber in jeder
anders compensiren^ während in jeder der Richtungen, welche die
eben aufrecht stehende Elasticitäts-Axe einschliesst, die Färbung
verschieden ist, und in jedem um 90° verschiedenen Azimuth ein
anderes Maximum hat. Es gibt zwar für jede vertical gestellte
Elasticitäts-Axe einen horizontal polarisirten extraordinären Strahl,
aber keinen ordinären, oder es gibt drei Grenzvverthe der Farben,
eben so wie es drei Grenzwerthe der Brechbarkeit gibt.
Ich glaubte die vorhergehenden Bemerkungen nochmals erörtern
zu sollen, um auf die Constanz der extraordinär polarisirten
Farbe rund um jede Elasticitäts-Axe herum bei durchfallendem Liebte
aufmerksam zu machen.
Als ich zuerst das Murexid in Bezug auf die Oberflächenfarbeu
untersuchte 2 ), konnte mir die Verschiedenheit, welche die verschiedenen
Flächen der feinen spiessigen Krystalle zeigten, nicht
i ) Sitzungsberichte u. s. w. 1852. VIII. 52.
a ) Über das Schillern von Krystallflächen. Naturwissenschaftliche Abhandlungen;
gesammelt und durch Subscription herausgegeben u. s. w. I. Bd.»
S. 143. Wien 1847. Poggendorffs Annalen, 71. Bd, S. 321.