Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Haidinger.  Die  Austheilung  der  Oberflächenfarben  am  Murexid.  307
schon  während  ihres  Verlaufes  am  Rücken  mehrere  nicht  unansehnliche ­
  Zweige  in  die  benachbarten  Muskeln  des  Stammes.  Ich  habe
ein  injicirtes  Präparat  vor  mir,  und  kann  mich  desshalb  in  dieser
Angabe  nicht  täuschen.
Erklärung  der  Abbildungen.
Fig.  1.  Kopf  von  Saccobranclius  singio,  mit  den  dorsalen  Athmungssäcken  und
deren  Blutgefässen.  —  Man  sieht  den  rechten  Athmungssack  durch  die
erste  Kiemen-Arterie,  den  linken  durch  die  vierte  versorgt.  Die  Vene  des
rechten  Athmungssackes  a  sendet  einen  ansehnlichen  Ast  in  die  Rückenmusculatur.
  Die  untere  Wand  der  Kiemenhöhlen  ist  fortgenommen,
um  die  Einmündungen  der  Athmungssäcke  c,  c,  in  die  Kiemenhöhle
zu  sehen.  Das  Präparat  ist  hei  natürlicher  Grösse  gezeichnet.
Fig.  2.  Seitliche  Ansicht  des  Kopf-Endes  von  Saccobranclius  singio.  Hinter
und  über  der  Brustflosse  ist  von  der  Rückenhaut  so  viel  weggenommen,
um  die  zwei,  zwischen  den  langen  Rumpfmuskeln  gelagerten  Höhlen  zu
zeigen,  deren  vordere  das  an  einem  Gefässstiele  hangende  Hepar  succcnturiatum
  b,  deren  hintere  die  Dorsalniere  c  enthält;  d  ist  die
Scheidewand,  welche  beide  Höhlen  trennt.

Die  Austheilung  cler  Oherßcichenfarhen  am  Murexid.
Von  dem  w.  M.  W.  Haidinger.
Bekanntlich  sind  die  drei  Uuuptfarbentöne  trichromatischer
Krystalle  dergestalt  an  denselben  zu  beobachten,  dass  sie  den  drei
senkrecht  auf  einander  stehenden  Elasticitäts-Axen  entsprechen.
Man  erblickt  die  grössten  Gegensätze  in  den
Richtungen  der  drei  Axen  AA',  BB'  und  CC',
Fig.  1,  aber  in  ihrer  Reinheit  nur  dann,  wenn
man  polarisirtes  Licht  anwendet,  und  durch  dasselbe ­
  den  Gesammt-Eindruck  des  Lichtbündels,
welcher  das  Auge  trifft,  in  seine  zwei  senkrecht
auf  einander  polarisirten  Componenten  zerlegt.
Hält  man  die  Axe  AA'  oder  a  vertical,  und
dreht  den  Krystall  um  dieselbe  herum,  während
man  die  Farbe  durch  die  dichroskopisclie  Loupe  beobachtet,  so  ist
ein  Ton  rundherum  constant,  und  zwar  derjenige,  welcher  senkrecht ­
  auf  die  Axe  a  polarisirt  ist,  und  den  ich  daher  bei  einer
frühem  Veranlassung  auch  die  Farbe  der  Axe  a  nannte  •).
J )  Über  den  Pleochroismus  der  Krystalle.  Abhandlungen  der  kün.  böhmischen
Gesellschaft  der  Wissenschaften.  V.  Folge,  Band  3.  Prag  1845.

Figur  1.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.