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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Zur  Anatomie  von  Saccobranchus  singio  C.  V.

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sich  auch  eine  Verlängerung  des  Ureter  begibt.  Hierauf  vereinigen
sich  die  Cardiualvenen,  um  als  einfacher  Stamm  in  den  geräumigen
und  weit  nach  vorn  gelegenen  Sinns  cordis  einzumünden.  Die  beiden
Ureteren  liegen  an  der  unteren  Fläche  der  Bauchnieren  frei  zu  Tage,
convergiren  nach  hinten,  und  senken  sich  in  die  Rückenfläche  einer
länglich-ovalen  Harnblase,  nahe  an  deren  Übergangsstelle  in  die  Harnröhre ­
  ein.  Die  Harnblase  selbst  liegt  rechts  vom  Mesorectum,  zwischen ­
  dem  rechten  Eierstock  und  der  rechten  Bauchwand.  Sie  hatte
im  zusammengezogenen  Zustande  eine  traubenförmige  Gestalt,  indem
sic  mit  einer  Menge  kleiner  Ausbuchtungen  besetzt  erschien,  welche
beim  Aufblasen  in  der  Volumsvergrösserung  der  Blase  untergingen.
Der  linke  Eierstock  lag  am  linken  Nierenrande,  der  rechte  an  der
Wurzel  des  Mesorectum,  beide  durch  schmale  Aufhängebänder  an
die  die  untere  Nierenfläche  überziehende  Aponeurose  befestigt.  Der
Geschlechtsweg  mündete  auf  einer  niedrigen  Urogenitalpapille  mit
weiter  Öffnung,  an  deren  hinterem  Rande  das  Ostium  cutaneum
der  kurzen  und  haarfeinen  Urethra  lag.
Kreislauf  und  Äthmungs-Organe.
Der  Bulbus  des  Herzens  ist  von  auffallender  Grösse.  Er  iiberfrifft
  im  gefüllten  Zustande  das  musculöse  Herz  fast  um  das  doppelte.
Alle  Kiemenarterien  zeigen  dieselbe  Volumsvergrösserung.  Die  Spitze
des  Bulbus  verlängert  sich  in  den  gemeinschaftlichen  Stamm  der
rechten  und  linken  ersten  Kiemenarterien.  Über  ihn  liegt  der  kurze
gemeinschaftliche  Stamm  für  das  zweite  Kiemenpaar.  Er  entspringt
aus  der  oberen  Fläche  des  Bulbus,  und  hat  hinter  sich  zwei  kurze
aber  sehr  dicke  Stämmchen,  deren  jeder  sich  gabelig  in  die  dritte  und
vierte  Kiemenschlagader  seiner  Seite  theilt.  Die  vierte  linke  Kiemenarterie ­
  übertrifft  an  Mächtigkeit  die  übrigen  derselben  Seite  zusammen.
Die  rechte  dagegen  ist  schwächer  als  alle  vorhergehenden  ihrer
Seite.  Die  linke  vierte  Kiemenarterie  verlässt  den  vierten  Kiemenbogen, ­
  um  in  die  untere  Wand  des  dorsalen  Athmungssackes  überzugehen, ­
  an  welcher  sie,  mit  alternirender  Abgabe  von  Seitenästen,
bis  zu  dem  hinteren  Ende  des  Sackes  verlauft.  Rechts  ist  die  zuführende ­
  Arterie  des  Athmungssackes  nicht  eine  Fortsetzung  der  vierten,
sondern  der  ersten  Kiemenarterie,  und  verläuft  nicht  an  der  unteren,
sondern  an  der  oberen  Wand  des  Sackes.  Beide  zuführende  Gefässe
der  Athntungssäcke  geben  an  die  Wand  der  hinteren  Abtheilung  der
            
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