Zur Anatomie von Saccobranchus singio C. V.
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Bauchhöhle tritt, und zwei Venen, eine sehr feine Arterie, und
einen nicht unansehnlichen Ausführungsgang enthält. Von den beiden
Venen dringt die eine in das Parenchym der Bauchleber ein, und entleert
sich daselbst in einen Ast der Vena hepaticci. Die zweite
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Vene ist eine Vena advehens, und verhält sich auf beiden Seiten
verschieden. Rechterseits ist sie eine von dem vorderen Abschnitte
des Darmcanals herkommende Vena mesenterica, linkerseits eine
mit der Milz und dem hinteren Tlieile des Darmcanals in Verbindung
stehende Vena splenica, somit beiderseits eine wahre Pfortader.
Die Arterien kommen aus der Coeliaca, und zwar aus einem die
Cardia des Magens umgreifenden Bogenast derselben; und da nun
der Ausführungsgang als letztes Ingrediens dieses Stieles in den Hals
der Gallenblase geht, so kann es keinem Zweifel unterliegen, dass
das drüsige Organ eine Partielle der Leber, ein vollkommen abgeschnürtes,
und aus der Bauchhöhle des Thieres auf den Rücken
verwiesenes Hepar succenturiaturn ist. Hieraus erklärt sich die
Kleinheit der eigentlichen Bauchleber, welche aus zwei, an ihren
vorderen stumpfen, und hinteren verlängerten Enden getrennten,
und nur in der Mitte durch eine schmale Commissur vereinigten
Lappen besteht, an der unteren Fläche des rechten Lappens eine
sehr grosse, lange, ovale Gallenblase trägt, deren nach links gekehrter,
sehr kurzer, und mehr einer Einschnürung gleichender Hals die
Gallengänge der eigentlichen Leber, und der beiden Rückenlebern
aufnimmt, und sich hierauf zu einem Schlauch (Ductus choledochus)
erweitert, dessen Durchmesser mehr als die Hälfte der Gallenblase
beträgt, und dessen wieder auf Fadendünne eingeschnürtes Ende
unter der Cardia in den vorderen Rand des Dünndarm-Anfanges einmündet.
Der rundliche, sackförmige Magen lässt aus der Mitte seines
linken Randes ein kurzes und weites Pylorusrohr hervorgehen, an
welches sich mittelst einer kreisförmigen Klappe der Anfang des
Darmcanals anschliesst. Dieser zieht anfangs unter der Cardia von
links nach rechts, und krümmt sich dann nach hinten, um in rnelii'cre
Schlingen gewunden, und mit stets abnehmender Weite, in den
sehr engen Afterdam überzugehen. Das Mesenterium des letzte-Ien
haftet nicht an der Wirbelsäule, sondern am seitlichen Rande
der rechten Niere. Die unansehnliche bohnenförmige Milz liegt
rechts vom Magen an der Wurzel des Mesenteriums.
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