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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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H  y  r  11.

sie  ihre  sonstigen  Eigenschaften  dabei  verliert,  der  Spuk  mit  der
sogenannten  mutterlosen  Zeugung  sogleich  aufhört,  womit  die  Naturforscher ­
  so  lange  Zeit  hindurch  geneckt  worden  sind.
Ausserdem  werden  in  dieser  Abhandlung  noch  einige  neue  und
weniger  bekannte  mikroskopische  Algen  beschrieben  und  durch  Abbildungen ­
  nach  ihren  verschiedenen  Lebensstadien  anschaulich  gemacht.

Zur  Anatomie  von  Saccobranchus  singio  C.  V.
Von  dem  w.  M.  Prof.  Dr.  Jos.  Dyrtl.
(Mit  I  Tafel.)
Verdauungsorgane.
Eine  ganz  besonders  auffallende  Abweichung  vom  gewöhnlichen
Verhalten  zeigt  die  Bauchhöhle.  Ohngeachtet  ihres  bedeutenden
Umfanges,  besitzt  sie  doch  nicht  Raum  genug,  um  alle  Eingeweide
in  sich  aufnehmen  zu  können.  Sie  ist  desslmlb  mit  zwei  Nebenhöhlen
in  Verbindung,  welche  nur  durch  kleine  Öffnungen  mit  ihr  communiciren.
  Diese  Öffnungen  liegen  in  dem  Winkel  der  oberen  und  seitlichen ­
  Bauchwand,  vor  den  langen  Querfortsätzen  des  ersten  Wirbels,
und  geben  nur  für  einen  Stecknadelkopf  Raum.  Das  Bauchfell  setzt
sich  durch  dieselben  in  die  beiden  Nebenhöhlen  fort,  und  kleidet  sie
mit  merklicher  Zunahme  seiner  Dicke  aus.  Die  Nebenhöhlen  selbst
haben  aine  stumpf-pyramidale  Gestalt,  mit  vorderer  Spitze  und  hinterer ­
  Basis.  Sie  lagern  sich  zwischen  dem  oberen  und  seitlichen  geraden ­
  Rumpfmuskel  ein,  und  dringen  zwischen  denselben  so  weit  nach
aufwärts  vor,  dass  nur  die  Haut  des  Rückens  ihre  obere  Begrenzung
bildet.  Sie  liegen  zwischen  der  Basis  der  Brustflosse  und  dem  hinteren ­
  Rande  des  schildförmig  verlängerten  Schädeldaches,  umgreifen
die  äussere  Fläche  des  Schulter-Suspensoriums,  und  erstrecken  sich
bis  zum  oberen  Winkel  der  Kiemenspalte.  Man  braucht  nur  die  allgemeine ­
  Decke  von  dem  äusseren  Drittel  des  hinteren  Randes  des
Schädeldaches  abzulösen  und  zurückzuschlagen,  so  hat  man  die  fragliche ­
  Nebenhöhle  des  Abdomen  aufgedeckt.  Sie  enthält  als  einziger
und  bisher  bei  keinem  Fische  beobachteter  Ausnahmsfall,  ein  keilförmiges, ­
  flachgedrücktes,  drüsiges  Organ,  mit  glatter  Oberfläche,
härtlieber  ConsistenZ  und  lichtbrauner  Farbe,  welches  an  der  unteren
Fläche  seiner  nach  hinten  gerichteten  Basis  einen  Gefässstiel  aufnimmt, ­
  der  durch  die  oben  erwähnte  Communicationsöffnung  in  die
            
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