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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.  299
nen,  sondern  auch  die  Farbe  und  Durchsichtigkeit  beeinträchtigt
wird,  indem  das  Innere  weissfleckig  und  undurchsichtig  wird.
Hierher  gehören  auch  diejenigen  Flussspathkrystalle,  welche
einen  deutlich  geschiedenen  Kern  im  Inneren  enthalten  und  nicht  mit
denen  zu  verwechseln  sind,  wo  nur  der  Farbenwechsel  ein  verschiedenes ­
  Aussehen  bedingt.  Beide  Erscheinungen  gehen  oft  in  einander ­
  über  und  nur  diejenigen  sind  hierher  zu  ziehen,  welche  den
inneren  Krystall  deutlich  abgegrenzt  enthalten.
15.  Luft.  Hohlräume,  welche  in  anderen  Krystallen,  wie  in
Quarz,  Salz,  Gyps,  Topas  u.  a.  Vorkommen  und  Luft  enthalten,
wurden  am  Flussspath  nicht  beobachtet,  nur  fanden  sich  in  graulichgelben ­
  und  weingelben  Krystallen  von  Gersdorf  in  Sachsen  bisweilen ­
  mehr  oder  minder  sparsame  runde  Bläschen,  welche  als  mit
Luft  erfüllt  anzusehen  sind.  Luft  enthielt  auch  der  unter  16  angeführte ­
  Krystall.
16.  Wasser.  Dass  Flussspath-Krystalle  von  den  Weardalegruben
  in  Durham  in  England  zuweilen  Wassertropfen  enthalten,
fand  ich  sowohl  in  Hausmann’s  als  auch  in  v.  Leonhard’s  Handbüchern ­
  der  Mineralogie  als  eine  von  W.  Phillip's  herrührende  Angabe ­
  citirt  und  glaubte  aus  der  Art  der  Angabe  entnehmen  zu  können,
dass  betreffende  Exemplare  von  den  genannten  Mineralogen  nicht
gesehen  worden  sind,  wodurch  das  Vorkommen  des  Wassers  mit
mehr  Bestimmtheit  ausgesprochen  gewesen  wäre.  Ich  richtete  daher
meine  Aufmerksamkeit  um  so  mehr  auf  diese  gewiss  seltene  Erscheinung ­
  und  war  so  glücklich  in  einem  violblauen,  durchsichtigen  Krystalle
  von  dalie",  einen  eingeschlossenen  Wassertropfen  mit  beweglicher ­
  Luftblase  zu  finden.
6.  Interponirte  Krystalle  in  Dicliroitgeschieben.
In  einem  dunkelblauen  Geschiebe  des  Dichroits  von  der  Insel
Ceylon,  bemerkte  ich  bei  oberflächiger  Betrachtung  bunte  Farben
im  Inneren,  wie  man  sie  bisweilen  in  farblosen  Quarzkrystallen
sieht  und  sie  von  den  Sprüngen  desselben  herrührend  findet.  Sieht
man  jedoch  in  der  Richtung  durch  das  Stück,  in  welcher  die  blaue
Färbung  am  meisten  zurücktritt,  die  Farbe  eine  fast  graue  wird,
das  Geschiebe  halbdurchsichtig  ist,  so  sieht  man  röthliche  Pünktchen ­
  und  unter  der  Loupe  endlich  zahlreiche  lamellare  Kryställchen
ion  hexagonalen  und  rhombischen,  öfter  auch  unbestimmten  Umrissen, ­
  welche  entweder  dem  Hämatit  oder  dem  Pyrrhosiderit
            
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