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Kenngott.
züge oder zeigt die gewöhnlich kleinen Krystalle aufgestreut, die
dann in der Regel theilweise in die Flussspathmasse eindringen; in
dem ersteren Falle ist er von Flussspath vollständig umschlossen,
wie vom St. Gotthard in der Schweiz und vom Zinnwalde in
Böhmen. Einmal aber nur fand ich an einem Exemplare aus Cumberland
in England kleine Quarzkryställchen in violblauen Flussspathkrystallen
als Einschluss, ganz in derselben Weise, wie die
Chalkopyritkrystalle und andere darin suspendh’t erscheinen. Pulverulente
Quarzmasse fand sich in Krystallen aus Derbyshire.
11. Kupferlasur oder Azurit und 12. Malachit fanden
sich als pulverulentes Pigment oder noch feiner vertheilt in krystallinisch-körnigem
Flussspathe von Buchberg am Schneeberg in
Österreich, desgleichen von Grosskirchheim in Kärnthen und von
einem nicht näher angegebenen Fundorte aus England, wodurch
der Flussspath himmelblau bis lasurblau, apfelgrün bis spangrün
gefärbt erscheint.
13. Thon. Hierher gehören die von Haüy mit dem Namen
Chaux fluatee aluminifere benannten graulichgelben, matten, undurchsichtigen,
oder an den Kanten durchscheinenden Hexaeder von
Buxton in Derbyshire in England, welche auch bisweilen nach
einer rhomboedrischen Axe etwas verzogen erscheinen. Sie stellen
ein inniges Gemenge von Flussspath und Thon dar, am besten vergleichbar
mit den sogenannten Sandsteinkrystallen von Fontainebleau,
welches durch die überwiegende Krystallisationskraft trotz der störenden
Einwirkung die Gestalten des Flussspatlies bildete. Im
Bruche, so wie aussen sind dieselben rauh und mit der Loupe erkennt
man die erdige Einmengung und eine geringe Porosität. Das specifische
Gewicht wurde an zwei Krystallen bestimmt und = 2,392
und — 2,275 gefunden.
14. Flussspath; in Flussspath zeigte ein Exemplar von
Marienberg in Sachsen, woran ein weingelber, durchsichtiger,
glänzender Krystall mit pflaumenblauer Aussenschichte in der Gestalt
des Hexaeders einen kleinen Flussspathkrystall gleicher Gestalt in
abweichender unregelmässiger Lage eingeschlossen enthält. Die
Hexaederflächen des grossen Krystalls sind hexaedrisch getäfelt und
zeigen, wie öfter zu bemerken ist, eine gewisse Unordnung der die
Täfelung verursachenden kleinen Individuen, wodurch nicht allein die
Hexaederflächen in der Mitte stellenweise etwas eingesunken erschei-