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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

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einander  verwachsen,  oder  es  bilden  beide  krystallinische  körnige
Massen  im  Gemenge  mit  einander.  Als  krystallinischer  Einschluss
oder  in  undeutlich  gestalteten  Partien  fand  er  sich  in  Flussspathkrystallen
  von  Tavistock  in  Devonshire,  aus  Derbyshire  und  von
einem  nicht  näher  angegebenen  Fundorte  in  England.
5.  Stro  m  e  y  erit  oder  Si  1ber  ku  p  fergl  anz.  Derselbe  bildete ­
  in  einem  geschiebeartigen  Krystallstück  aus  Sibirien,  welches
licht,  grasgrün,  durchsichtig  und  auf  den  Spaltungsflächen  glänzend
ist,  kleine  kugelige  Krystalloide  oder  fast  tropfenartige  Gestalten  mit
einigen  ebenen  Flächen;  er  ist  dunkelbleigrau,  metallisch  glänzend,
undurchsichtig,  giilde  und  liess  durch  die  Löthrohrprobe  seine
Bestandteile  Silber,  Kupfer  und  Schwefel  erkennen.
6.  Ein  dem  Tetraedrit  ähnliches  Mineral,  welches  von  stahlgrauer ­
  Farbe  im  Aussehen  dem  Tetraedrit  ähnlich  ist,  jedoch  wie
derTennantit  einen  bräunlichrothen  Strich  zeigt,  vor  dem  Lötrohre ­
  die  Bestandteile  Schwefel,  Kupfer,  Eisen  und  Arsenik  erkennen ­
  liess  und  in  Flussspat  von  Grosskirchheim  in  Kärnthen  eingesprengt ­
  vorkommt.
7.  Ein  zweites  unbestimmtes  Mineral,  welches  bräunlichschwarze, ­
  metallisch  glänzende,  undurchsichtige  Kryställchen,  in
Gestalt  orthorhombischer  Prismen  von  81°  45'  mit  der  Basis  bildet,
deren  stumpfe  Kanten  gerade  abgestumpft  sind.  Dieselben  sind  sehr
sparsam  mit  Kupferkieskryställchen  auf  Flussspathkrystallen  aus
Derbyshire  in  England  aufgewachsen  oder  als  Einschluss  in  denselben ­
  angetroflen  worden.
8.  Silber.  Ein  grosser,  auf  ästigem  Silber  aufgewachsener,
durchsichtiger,  farbloser  Krystall,  in  der  Combinationsgestalt  des
Oktaeders  und  Hexaeders  mit  glänzenden  Hexaeder-  und  matten
Oktaederflächen  schliesst  ästiges  Silber  ein.  Derselbe  ist  von  weissen
Kalkspathkrystallen  begleitet,  welche  gleichfalls  feine  Äste  des  Silbers ­
  einschliessen.  Fundort:  Kongsberg  in  Norwegen.
9.  Hämatit  oder  Rotheisenerz,  in  kleinen,  kugeligen,  krystallinischen,
  stahlgrauen  Partien  in  Krystallen  des  Flussspathes  von
Altenberg  und  Zinnwalde  in  Sachsen.
10.  Quarz.  Derselbe  findet  sich  sehr  häufig  mit  dem  Flussspath
  und  lässt  aus  seinem  Vorkommen  und  der  Art  der  Verwachsung
deutlich  erkennen,  wann  er  vorher,  gleichzeitig  oder  später  sich
bildete.  In  dem  letzteren  Falle  bildet  er  häufig  vorkommende  Über-
            
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