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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Kenngott.

von  Einschlüssen  einigermassen  und  unter  der  grossen  Anzahl  von
Flussspathen,  welche  ich  in  den  Sammlungen  des  k.  k.  Hof-Mineralien-Cabinetes
  zu  beobachten  Gelegenheit  fand,  habe  ich  häufig  andere ­
  Minerale  gefunden,  welche  der  Flussspath  als  Einschlüsse  enthält, ­
  und  welche  in  Verbindung  mit  der  Art  und  Weise,  wie  der
Flussspath  überhaupt  vorkommt,  wie  die  verschiedenen  ihn  begleitenden ­
  Minerale  ihn  begleiten,  wie  die  Einschlüsse  in  ihm  enthalten
sind  und  wie  der  Flussspath  sich  gegen  die  auf  ihn  einwirkenden
Agentien  verhält,  vollkommen  darthun,  dass  derselbe  sich  aus  wässeriger ­
  Lösung  gebildet  habe.
Die  als  Einschluss  beobachteten  Minerale  sind  folgende:
1.  Chalkopyrit  oder  Kupferkies.  Derselbe  gehört  zu  den
häufigeren  Begleitern  des  Flussspathes,  ist  gewöhnlich  mit  ihm  krystallisirt
  und  aufgewachsen  anzutreffen,  bekleidet  ihn  in  Gestalt  kleiner ­
  Kryställchen,  die  selbst  so  klein  Vorkommen,  dass  der  Flussspath
wie  mit  einem  feinkörnigen  Pulver  bestreut  erscheint,  das  man  nicht
immer  sogleich  als  Chalkopyrit  erkennt,  weil  derselbe  äusserlich
schwarz  anläuft,  und  findet  sich  oft  als  Einschluss,  entweder  in  Gestalt
kleiner  Kryställchen  durch  die  ganze  Masse  der  Flussspathkrystalle
verstreut,  oder  mehr  in  der  Nähe  der  Oberfläche,  oder  auch  in  Gestalt ­
  kleiner  Blättchen  und  unregelmässiger  Klümpchen.  Beispiele
hiervon  boten  Exemplare  von  Gersdorf  und  Marienberg  in  Sachsen,
aus  Cornwall  und  Derbyshire  und  von  Tavistock  in  Devonshire  in
England.
2.  Pyrit  oder  Gelb  eisen  kies.  Er  findet  sich  zwar  oft  mit
dem  Flussspath  gemeinschaftlich  oder  auf  ihm  aufgewachsen,  seltener ­
  aber  als  Einschluss.  Gefunden  wurde  er  so  in  Krystallen  aus
Derbyshire  in  England.
3.  Markasit  oder  Graueisenkies.  Derselbe  findet  sich
unter  denselben  Verhältnissen  wie  der  vorige  aufgewachsen,  als
Überzug  und  eingeschlossen.  So  in  Krystallen  aus  Derbyshire  in
England  und  aus  dem  Miinsterthale  im  Schwarzwalde  in  Baden.
Die  eingeschlossenen  Kryställchen  lassen  sich  meist  als  prismatische ­
  von  den  hexaedrischen  des  vorigen  unterscheiden,  bisweilen ­
  aber  sind  sie  so  klein,  dass  man  es  unentschieden  lassen
muss.
4.  Bleiglanz.  Als  ein  häufiger  Begleiter  des  Flussspathes  ist
er  meist  mit  demselben  aufgewachsen  und  die  Krystalle  beider  mit
            
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