Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

295

Die  kleinen  Kugeln,  welche  den  grössten  Theil  der  ganzen
Masse  ausmachen,  lassen  unter  derLoupe  einen  inneren  Kern  erkennen,
welcher  concentrisch  schaalige  Bildung  zeigt,  um  diesen  herum  folgt
krystallinisch-stengliger  Quarz  mit  radialgestellten  Individuen  wechselnder ­
  Länge,  wodurch  die  Kugeln  sich  schnell  um  ein  Bedeutendes
vergrösserten,  und  um  den  stengligen  Quarz  setzte  sich  von  Neuem
Quarzmasse  in  concentrischen  Schichtenab,  so  lange  bis  die  an  Grösse
zunehmenden  Kugeln  niederfielen  und  im  Vereine  mit  gleichzeitig
sich  absetzenden  pulverulentem  Quarz  zu  einer  unregelmässigen
Schichtenbildung  Veranlassung  gaben.  Die  ohne  alle  Ordnung  neben
und  auf  einander  liegenden  Kugeln  erscheinen  dadurch  wie  durch  ein
dichtes  Cement  verbunden,  welches  eigentlich  keines  ist,  sondern
eben  so  locker  seine  Theilchen  neben  einander  liegend  enthielt,  wie
die  bei  weitem  grösseren  Kugeln  locker  neben  einander  lagen.
In  diesem  Gemische  kleiner  Quarzkugeln  und  pulverulenten  Quarzes, ­
  welches  nebenbei  eine  unregelmässige  Schichtenbildung,  gestört
durch  die  ungleich  grossen  sich  zum  Boden  senkenden  Theile  und
durch  die  beständige  Bewegung  des  Wassers  zeigt,  waren  Zwischenräume ­
  jeder  Grösse  vorhanden  und  in  ihnen  bildete  sich  erst  später
krystallinischer  Quarz,  welcher  somit  das  wahre  Bindemittel  aller
lockeren  Theile  ausmacht.
In  dem  Wasser,  welches  die  Kieselsubstanz  aufgelöst  enthielt
und  in  der  beschriebenen  Weise  absetzte,  war  auch  viel  gelber  und
rother  Eisenocher,  welcher  zur  wechselnden  Färbung  des  Quarzes
dient;  seine  An-  und  Abwesenheit  jedoch  war  von  äusseren  Umständen ­
  abhängig,  wesshalb  die  Mengen  und  die  Arten  des  Ochers  wechselten, ­
  so  dass  der  Quarz  der  Kugeln  in  den  verschiedenen  unterscheidbaren ­
  Schichten,  wie  die  successiven  Lagen  pulverulenten
Quarzes  Farbenwechsel  zeigen  und  die  Massen  bald  gelb,  braun,
und  roth,  bald  weiss  sind.  Hatte  sich  jedoch  einmal  eine  hinreichende
Menge  dieser  losen  Quarztheile  abgesetzt,  so  diente  sie  auch  als
Filtrum,  so  dass  die  Quarzmasse,  welche  später  alle  noch  übrigen
Zwischenräume  erfüllte  und  die  lockeren  Theile  band,  viel  reiner  ist
und  selbst  farblose  Partien  bildet.
5-  Die  Einschl  üsse  in  krystallisirt  em  Flussspath.
Obgleich  der  Flussspath  nicht  sehr  verbreitet  ist,  so  begünstigt
doch  die  Art  seines  Vorkommens,  dass  er  sich  nämlich  vorzugsweise
auf  Gängen  in  Begleitung  verschiedener  Minerale  findet,  das  Auftreten
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.